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2 (1873)
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zeigt er mir." Später ist der grosse Genius voller Sorgefür seinen Diener, den treuen Johann, der schwer erkranktin seinem Hause verpflegt wird. Er selbst besuchte ihntäglich, las ihm vor und betrauerte aufrichtig seinen end-lich erfolgten Tod.

Moscheies und seine Frau gehen oft mit Mendelssohn'sspazieren, man 'soupirt nach Abonnements - Concerten beiAeckerlein, wozu sich David und Frau als drittes Ehe-paar gesellen. Mendelssohn giebt Moscheies zu Ehren einegrosse musikalische Soiree:Für einen Moscheies sagteer, macht man gute Musik, aber nicht für Jeden."Wirbesuchen hier", .schreibt die Frau,alle unsere früheren Be-kannten und lassen uns von Mendelssohn auf dessen "Wunschbei den seinigen einführen. Das ist ein grosser und sehrlieber Kreis, der uns mit Gastfreundschaft und Artigkeitüberhäuft." Zwischen den Diners, Soireen und Cafe'sbringt das Tagebuch folgende musikalische Notizen:

16. November. Früh Probe, Abends Concert von iSchumann, worin Mendelssohn Schumann's Symphonie inC-dur auf dessen Wunsch dirigirte. Mme. Schumann spielteMendelssohn's G-moll-Concert vortrefflich und die Instrumen-tation trat glänzend hervor. Mit ihrer jüngeren Schwesterspielte sie mein Rondo in A und zum Schluss Lieder ohneWorte von Fanny Hensel, eine pikante Barcarole vonChopin und ein eigenes Scherzo." J

Am 23. November. Probe und Concert des Or-chester-Pensionsfonds. Meyerbeer's Ouvertüre zu Struensee,Gade's Ossians Klänge (romantisch), Dithyrambe von Schil-ler für Chor und Solo's, ein gediegenes Stück von JuliusKietz; Quartett - Variationen von Gross, sehr pikant und"brillant gespielt von David und Consorten. Andante undScherzo von David, vortrefflich vorgetragen von Joachim,meineErinnerungen an Irland" mit schönem Empfang undBeifall für Spiel. Dlles. Schloss und Vogel sangen."

Am26. November. Abonnements-ConcertmitSpohr'sWeihe der Töne" und andern guten Sachen."

Am 27. November. Erster Unterricht im Conser-vatorium von 911 Uhr. Hinterher Besuch von zwei

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