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2 (1873)
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wirken; morgen giebt's ausser den Lectionen das ellen-lange Concert einer Schülerin zu dirigiren....."

Die Frau giebt viele Details über die Abschiedsge-sellschaft und fügt hinzu:Die Zeitungen hören seit demConcert nicht auf, Moscheies' Lob zu posaunen und denVerlust zu beklagen, den die Kunst durch seine Ueber-siedelung erleidet. Chorley hat im Athenäum bei dieserGelegenheit eine Frage aufgeworfen, die mir die einzigrichtige scheint:Warum hat die grosse Stadt Londondem grossen Künstler nicht eine Anstellung geboten, dieihn eben so sicher und angenehm fesselt, wie es nun diesmall burgher town thut? Das hätte all' ihren Klagenüber seinen Verlust abhelfen können......"

Dieses Jahr sollte nicht nur durch die Uebersiedelung,es sollte ein in jeder Beziehung ereignissreiches * werden,da der Hausfreund, Mr. Roche, um die älteste Tochteranhielt, deren Lehrer er seit mehreren Jahren gewesenwar. Die Neigung erwies sich als eine gegenseitige; soverlobte sich das junge Paar unter den Segenswünschender Eltern und feierte am 10. September seine Hochzeit.

Moscheies' Tagebuch berichtet, wie Mr. Bartholomew,der Uebersetzer desElias" die Partitur des ersten Theilsbringt undwie sich ihm schon am Ciavier die Schönheitdesselben entwickele; immer mehr und mehr in den vor-bereitenden Proben." Am 10. August ist die erste Probeunter Mendelssohn's Leitung im Moscheles'schen Hause.Dieser folgen zwei Orchesterproben in den Hanover-Square-rooms unter gleichem Entzücken der kleinen Hörerschaar,aber die Sängerinnen machen Mendelssohn zu schaffen."Die Arie liegt nicht-gut in der Stimme, heisst es, er sollsie transponiren. Er widersteht höflichst, aber mir theilter seine Herzensmeinungüber so ein Ansinnen" unge-schminkt mit, sagt Moscheies. Nun gehen Alle nach Bir-mingham, Moscheles hält sogleich eine Probe, ist aber amnächsten Tage so unwohl, dass Mendelssohn ihn in einerAbend-Vorprobe vertreten muss; wieder hergestellt, kanner die erste Morgenproduction, dieSchöpfung" dirigiren.Hierauf folgen einige Stücke aus Rossini's Stabat Mater.