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2 (1873)
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Aufenthalts in England ehrenvoller und erwünschter sein.Er schrieb sogleich an Dlle. Lind und Pischek, um ihreMitwirkung für das Fest zu gewinnen, doch gelang ihmdies nicht.

Noch aber ist Moscheies in London; wie seither stets,stellen sich wieder die Mühen der Saison ein, auch ihreGäste. Es giebt viel Musik, alte und neue.Unter andernbekamen wir Benedict's neue Operthe Crusaders" zuhören; eine angenehme, oft dramatisch efrectvolle Mu-sik mit pompöser Ausstattung. Gramer, Beale & Co.verlegen sie und als ich Benedict gestern dort traf,sagte er, wie sehr er wünsche, dass ich etwas über diebeliebtesten Balladen schriebe; da sie aber meine Sonatesymphonique als ein zu grosses und ernstes Werk nichthaben wollten, so dankte ich."

Moscheies' vier Matineen for classical pianoforteMusic sind nun auch glorreich überstanden und das istfür den Vielbeschäftigten eine grosse Erleichterung, dadas Aufsuchen und Wählen unter den grossen Massenalter Musik ein weit schwierigeres Geschäft ist, als dasSpielen selbst am Concerttage. Merkwürdig ist der wach-sende Einfluss von Jullien's Promenade -Concerts. Mme.D. sollte dort Beethoven'sche Solo's spielen, lehnte es je-doch ab, während Sivori und seine Performances auf einemgrossen Karren mit Jullien's Concerts in ellenlangen Let-tern bezeichnet, Regent Street auf- und abfährt, und denberühmten Geiger ankündigt.

Nicht lange, so beginnen die Sorgen und Mühen desFarewell-Concert (Abschieds-Concerts). Moscheies will beidieser Gelegenheit dem Publikum zeigen, dass er seinemusikalische Laufbahn in England ebenso endet, wie ersie begonnen; es soll kein Monstre-Concert mit italieni-schen Sängern und einem Wettkampf von Instrumenta-listen sein; er will nicht der Mode fröhnen. Das Pro-gramm soll kurz aber inhaltsvoll werden; die vortrefflichePianistin Mme. Pleyel will gefällig seine Sonate sym-phonique mit ihm spielenund sie thut es mit einer Auf-fassung und einer Begeisterung, die mich beglückt", schreibt