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„Noch muss ich über Liszt sagen, dass sein Vortrag■des Beethoven'schen Es-dur-Concerts mich grösstentheilsbefriedigte. Den energischen geistigen Theil des "Werkskann ich mir nicht besser denken, einiges andere hätteich mir gemüthlicher gewünscht."
„Als der Hof fort war, wurden noch einige Stückegemacht, andere weggelassen! Um 2 Uhr Festmahl imStern; Zudrang noch grösser als früher. Mit dem Beginnder Toaste gab es eine Reihe von Scenen, die an Roh-heit und Zügellosigkeit mir und jedem Anwesenden merk-würdig bleiben werden. Gleich nach des Königs Gesundheitbrachte der Improvisator Wolff einen Toast, den er dasKleeblatt nannte; es sollte den Dreiklang repräsentiren:der Grundton Spohr, die Terz, die Alles mit Liebe ver-bindet, Liszt', die Dominante, die Alles zur schönen Auf-lösung führt, Professor Breidenstein. Allgemeiner Jubel.Spohr bringt die Gesundheit der Königin von Englandaus, Dr. "Wolff die des Professors Hähnel, des Schöpfersdes Monuments, und des Erzgiessers in Burtscheid; Lisztdie des Prinzen Albert; ' ein Professor mit einer Stentor-stimme wird verhöhnt, verlacht, man hört nicht, was ersagen möchte. Liszt spricht (etwas verwickelt) über denGegenstand der Feier, alle Nationen wollen dem Meisterihre Verehrung zollen, alle sollen leben, Holländer, Eng-länder, Wiener (!!), diehieher wallfahrteten. Chelard erhebtsich mit Ungestüm und schreit Liszt zu: „Vous avez oublieles Francais." Viele Stimmen brechen wie Meereswogendarüber herein, einige dafür, andere dagegen. Liszt er-langt endlich das Wort, ■ sucht sich reinzuwaschen, scheintsich aber immer tiefer in ein Wortlabyrinth zu verstricken,bis er den Hörern endlich klar macht, dass er 15 Jahreunter den Franzosen gelebt und sie sicher nicht absicht-lich hintangesetzt habe. Nun werden die Parteien nochungestümer. Viele verlassen ihre Sitze, das Getobe wirdbetäubend und die Damen blass. Das Gastmahl bleibt eineStunde lang unterbrochen. Dr. Wolff versucht es, auf demTisch stehend, wieder zu sprechen, wird drei bis vierMal von seinem Platz verwiesen, und verlässt endlich den