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Freunde und Bekannte treffen und begrüssen einander,bunte Fahnen wehen, es ist ein geschäftiges Gewühl, Ichhabe schon Collegen aus aller Herren Ländern gesehenund gesprochen, war auch bei Liszt, der mit Sekretärenund Ceremonien - Meistern die Hände voll zu thun hatte,während Chorley still in einer Sophaecke sass. Lisztküsste mich, sagte mir eilig confus einige freundlicheWorte, dann sah ich ihn erst im Concertsaal wieder, alser der Pleyel und andern Damen die Honneurs machte.Zu 400 Personen speisten wir an der table d'höte undnach 6 Uhr fand das erste Concert unter Spohr's Lei-tung in der neuen bretternen Beethoven-Halle statt. Diegrosse Messe in D-dur gewährte mir zwar einen Hochge-nuss, doch ward er mitunter dadurch getrübt, dass dieComposition vom ächten Kirchenstyl abschweift, dahernicht die Einheit der Farbe hat, die ich an andern Wer-ken des Meisters so sehr schätze. Die darauf folgendeneunte Symphonie wurde fast untadelhaft gegeben, derSopran in den Chören besser nicht nur wie in London,sondern besser als ich ihn je gehört. Staudigl unübertreff-lich , die Pauken wie in London nicht reingestimmt. —Herr Jäger vom Comite gab mir einen Ehrensitz unterden Künstlern. Liszt, wo er mir begegnet, besonders lie-benswürdig. Ich schreibe Dir dies nach dem öffentlichenSouper im Gasthof, um mich für die Nacht gut zu stim-men. Einstweilen bleibe ich con amore, languendo, pocoa poco agitato, ma sempre giusto dein . . . ."
Aus dem Tagebuch.
11. August. „Ein neues Damptboot ward mit vielenCeremonien Beethoven getauft. Der Zudrang zu seinerersten Fahrt mit Unordnung, Gedränge, vielleicht Lebens-gefahr verknüpft. Unter Kanonen - Salven machte dasSchiff, in Begleitung eines andern, die lustige Fahrt nachNonnenwerth, wo ein kaltes Frühstück bereit stand. NebenSpohr und Fischhof vortrefflich placirt. ■ Taschendiebethätig, wir verschont."
12. Augu'st. Von 8 Uhr früh Lebendigkeit in den