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auf seine gütige Vermittelung für die Erfüllung meines"Wunsches rechne. Die Excellenz wurde weich, verlegenund sagte: „Na, geben Sie mir das Geld, ich will sehenwas zu thun ist, morgen sollen Sie Bescheid haben." —Eben, wie ich diesen Brief abschicken will, bringt mirschon der Graf drei Diamant-Hemdknöpfe und sagt: „Ichhoffe, die treffen Ihren Geschmack, sind auch gerade vondem Werth des Geldes." Ich bedankte mich höflichstfür seine Mühe und die Sache war abgethan."
„Wieviel ich seit Deiner Abreise wieder mitmachenmusste, davon mündlich; Du kennst es ja, nur dass jetztüberall von Euch die Rede ist..... Ein grosses musi-kalisches Leid hatte ich auszustehen. Mendelssohn's Lob-gesang von der Gesellschaft der österreichischen Musik-freunde aufgeführt; für mich ein Hochgenuss, aber ichsass wie auf grünem Rasen von Eisschollen umgeben;ich durfte dem Irdischen entrückt, mit dem Tondichterin höheren Sphären schweben, durch nichts gestört, durchkein Händeklatschen abgezogen, denn das Publikum sassda in starrem Gleichmuth. Der Choral, das „Hüter, istdie Nacht bald hin", rührte mich bis zu Thränen. TrittHerr Hoschek, Musiklehrer, zu mir und sagt: „Ist dasnicht kunstvoll zusammengestoppelte Musik?" Ich warwie aus einem Luftballon heruntergestürzt, verbiss denIngrimm und sagte: „Wie man's nehmen will." Bei'mSchlusschor räumte das Wiener Völkchen schon den Saal;die Schöberlsuppe rief. Die Wenigen, die blieben, gabenso matte Zeichen des Beifalls, dass ich an das Knisterneines erlöschenden Kaminfeuers erinnert ward." ....
Ein Brief vom 17. December sagt: „Vom Concert nachHause kommend, in welchem der Enthusiasmus für michaufs höchste stieg, gönne ich mir keinen Moment Ruheund berichte Dir. Das vielmalige Rufen kennst Du, denstürmenden Beifall auch, Beides ist hier so gang und gebe,dass es keinen Eindruck macht; aber ich weiss nicht,warum mich die Demonstrationen des Publikums währendmeines G-moll-Concertes weich stimmten, so dass ich mirselbst Gewalt anthun musste, um kampffähig zu bleiben.
Moscheies' Leben. II. Q