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2 (1873)
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leiht der des jugendlichen Schiller neuen Reiz und Aus-druck." ...

Tags nach dem Concert ist das Zimmer überfüllt vonGratulanten und anordentliches Schreiben nicht zudenken", berichtet die Frau;nur so viel in aller Kürze,dass der Abend wunderschön war so schön, dass ichihn um keinen Preis hergeben möchte. Der ganze Hofwar dort, der König circulirte (wie gewöhnlich sagt man)im Zwischenact im Saal, und die jungen Mädchen behaup-ten, er frage dann oft: wie alt?" und bei seiner Taubheitmüssten sie laut antworten, worauf es gewöhnlich heisstrUnd noch keinen Mann!" Aber mehr und ausführlicheraus Wien___ Doch ehe sie dahin abreisen, schreibt Mo-scheies an Frau von Lieben:Das Herz pocht mir, liebeFreundin, wenn ich in der nahen Zukunft ein fortgesetztesWiener Leben sich spiegeln sehe. Mit Gottes Hülfewollen wir in der Erinnerung an die Blüthenzeit vergan-gener Jahre schwelgen. Bis dahin, wie immer, Ihr alterFreund I. Moscheies."

Von Wien aus wird uns eine Beschreibung der Reisegemacht, die über Salzburg ging, und dann heisst es ineinem Briefe der Frau:Wir sind glücklich hier amStefansplatz gelandet, und der ehrwürdige alte Thurmsieht uns gerade in unsern zweiten Stock hinein. Mosche-les ist aus, um Künstlervisiten zu erwidern, denn vieleseiner alten Freunde waren schon bei ihm und die Herzen,scheint es, fliegen ihm Avie früher entgegen. Diese Reise,die eigentlich keine Kunstreise sein sollte, und es dochman weiss selbst nicht wie geworden ist, hat ihmgrosse Freude gemacht. Ueberall als Liebling aufgenommen,umringt von alten Freunden und neuen Bekannten, erfolg-reich in jeder öffentlichen Unternehmung, ist es eine Er-quickung für Geist und Körper, sich in der Arena desClavierspieles siegreich herumzutummeln, anstatt ewig inLondon zu schulmeistern; er geniesst das sehr, E. undich vielleicht in erhöhtem Grade für ihn, denn Wenigenwird wohl das Glück zu Theil, so zu reisen, wie wir esthun; das empfinden wir dankbar... Umringt, wie Moscheies