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2 (1873)
Seite
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ebenso schnell gelegt, als er entstanden war; der Armeist sehr kränklich und wohl oft übel berathen. So er-zählte er mir nach einem Hof-Concert, er habe sein Ho-norar von zehn Guineen als zu gering zurückgeschickt,und ich konnte nicht umhin, zu antworten:Wie schade,alle Künstler bekommen dieselbe Summe und die Königinwird wohl nie erfahren, dass Sie sie ausgeschlagen haben."Er g - ab am 5. Juli noch ein Concert, worin Moscheies mitihm die Kreutzer-Sonate von Beethoven spielte, Mendels-sohn das Bach'sche Concert. Das Tagebuch sagt:AlsMendelssohn der Miss Dolby den Erlkönig accompagnirthatte, spielte Ernst dasselbe Lied auf seiner Geigewahrhaft ergreifend. Sein Spielen eines Mendelssohn'schenQuartetts, seine dramatische Scene, alles war gediegenkünstlerisch."

Der Sohn des zu früh heimgegangenen C.M.V.Weberkam nach London, um die irdischen Reste seines Vatersheimzuholen, die in Moorfields Chapel beigesetzt waren.Die Maler Magnus und Jacob aus Berlin waren auch ge-kommen und ebenso wie die geistreiche SchriftstellerinMrs. Jameson eine angenehme Zugabe des sich stets er-weiternden häuslichen Kreises. Ganz unerwartet wünschteauch der in London anwesende Nesselrode bei Moscheieseingeführt zu werden, was der russische Gesandte BaronBrunnow übernahm. Die Frau schreibt:Als beide Herren,die uns gemeldet waren, eintraten, meinte ich, der Grossemit dem Crachat müsse auch die berühmte Grösse sein,aber umgekehrt; es war der Kleine in dem unscheinbarenAnzug ohne Orden, aber mit sehr stechenden Augen.Höflich und liebenswürdig war er, wie nur ein russischerStaatsminister es sein kann und Moscheies spielte, ichweiss nicht wie viel und wie lange. Auch E. musstesich produciren und erntete viel Lob und der Refrainzwischen den Musikstücken war immer und wieder derausgesprochene Wunsch, uns Alle in Russland zu sehen.Auch der Graf Michael "Vielhoursky beredet Moscheieszu dieser Reise, und alle versprechen goldene Berge undFelsen, aus denen eitel Lorbeer spriesst."