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2 (1873)
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Aufführung in Exeter-Hall", meldet die Frau,diesmal inGegenwart des Prinzen Albert und anderer Grossen desReichs und wir hörten Moscheies' vierstimmiges LiedDaybreak" von diesen tausend Kehlen sehr brav, wennauch, wie er sagt, etwas schleppend vorgetragen. Es wardstürmisch wiederverlangt....."

Das Tagebuch sagt:Man erzählt mir, mein Lied seibei dieser Gelegenheit in einer Zeitung arg mitgenommenworden und ich kann nicht umhin, mich dabei an dieAnekdote von Fontenelle zu erinnern, der durch sein gan-zes langes Leben hin der König des Witzes blieb, undden Tausende als den feinsten elegantesten Schriftstellerverehrten. Es gab in seinem Hause ein Zimmerchen, dasnur er betrat, das stets fest verschlossen blieb. Als manes nach seinem Tode öffnete, fand man es bis zur Deckemit allen Zeitungen und Schriften angefüllt, die gegenihn gesprochen hatten und dabei die Notiz:Ich habenie eine Zeile derselben gelesen, habe sie auch nie beant-wortet." Das war mir aus der Seele gesprochen."

Das französische Theater mit den Damen Albert undDejazet, mit Bouffe und Levassor bot manchen Genuss,während das Ballet der italienischen Oper in dieser Saisondurch Fanny Elsler oft anziehender war, als die Operselbst,obgleich das Orchester unter Costa's Leitung sovortrefflich und dabei so discret war, wie man es sichnur wünschen kann." Die ausgezeichnete Sängerin Mme.Cinti - Damoreau wurde auch mit Bewunderung gehört;Frln. H. Nissen errang sich manche Palme; einheimischeund fremde Instrumentalisten geben klassische und un-klassische Concerte, Soireen und Matineen, und.wir findenin einem Brief die Notiz von Moscheies:Bei blendendemSonnenschein und harrenden Schülerinnen brachte ich dasOpfer einer Stunde,' um den Wunderknaben Filtsh inseinem Concert zu hören. Er behandelte das Ciavier wun-derniedlich in einigen Chopin'schen Sachen und meinerSerenade, und kann es noch weit bringen." Leider musstedie vielleicht überreizte Constitution einem frühzeitigenTode unterliegen.