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versieht der Ausbildung der letzteren entgegen. Indemich dies hierher schreibe, komme ich mir vor wie einMonarch, der bei Eröffnung seiner Kammern feierlichausruft: In unserm Innern gedeihen Industrie und "Wohl-stand etc. etc."
Es wird zu Anfang des Jahres die Bekanntschaft derFamilie Bunsen erwähnt und später „das einfach ein-nehmende Wesen beider Ehegatten bei so grosser Be-gabung" wiederholt gerühmt... „der gegenseitige FreundNeukomm das verbindende Element zwischen beiden Fa-milien" '... „die interessanten im Bunsen'schen Hause ver-lebten Stunden" vielfach besprochen. Schon Ende Januarspielt Moscheies dort vor dem Könige von Preussen aufeinem für Se. Maj. gewählten Erard; Neukomm lässt sichauf dem orgue expressif hören; „Alexander v. Humboldtund andere berühmte Landsleute sind in des Königs Suite,Alle an meinen Leistungen freundlich theilnehmend."
Mit dem Februar beginnt eine Prüfungszeit für dieFamilie Moscheies: — der Scharlach bricht aus. Wirdenken an Dickens' Worte: they sat together and talkedof their illnesses (sie sassen zusammen und sprachen vonihren Krankheiten), und möchten dem Leser keine solcheLangeweile aufbürden, nur muss es hier gesagt sein, dassder Arzt es Moscheles als Pflicht auferlegte, sein Hauszu verlassen, um nicht etwa die Ansteckung zu seinenSchülern zu tragen, dass er sich Moscheies' Weigerungmit Hinweis auf sein Gewissen widersetzte, dass auchihm das Gewissen nicht erlaube, Arzt im Hause zu bleibenund dass Moscheies der zärtliche Gatte und Vater vonden Seinigen getrennt blieb, während er so gern geholfen,getröstet hätte. Lassen wir ihn selbst in einigen der 107Billette sprechen, die vor uns liegen und die er seinerFrau — gewöhnlich drei an einem Tage — sandte.
„Von Gottes Güte, von Deiner Seelenstärke erwarteich Alles" oder „ein neuer Sonnenschein verkündet mir,dass er auch Euch segnend bescheinen wird" ... „WennDeine Kraft zunimmt, unsere Trennung zu ertragen, willich mir denken, ich sei auf einer Reise, aber auf dem