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•der Vater, der berühmte Charles Kemble, so viele Jahrehindurch England's Stolz im tragischen Fach; die ältesteTochter, Mrs. Butler, als Fanny Kemble nicht minder be-rühmt und die jüngste, Adelaide, mit einer herrlichenStimme begabt, die sie mit gleichem Erfolg zum Vortragitalienischer Coloratur oder zur Wiedergabe deutscher,inniger Lieder oder altklassischer Musik verwendet. Inallen Sprachen ist sie bewandert, so dass man bei denrespectiven Texten die Italienerin, Französin oder Deutschezu hören glaubt, und ihr musikalisches Gedächtniss istausgezeichnet. Sie pflegt ein kleines Blättchen mit einigenLiedertexten in eine Soiree mitzubringen, die Musik weisssie auswendig. Kemble und Mrs. Butler lesen in demliäuslichen Kreise Scenen aus Shakespeare'schen Stückenvor. Kein Wunder, dass solche Genüsse die gewähltesten,gebildetsten Zuhörer anziehen, und dass es uns erfreut,auch Moscheies' Leistungen dort anerkannt zu sehen. Neu-lich machte sich Kemble den Spass, als er aus „As youlike it" vorgelesen hatte, mit den Worten zu schliessen:„Come let us sing, cousin", worauf Mme. Viardot und MissKemble den musikalischen Theil der Soiree eröffneten, unddie anderen Musiker sich anschlössen."
Ein Concert, das Miss Kemble in der Saison gab,Avar brillant und ihr „Erlkönig" mit Liszt's Begleitungwahrhaft ergreifend. Noch im folgenden Winter sollte siesich durch ihr Auftreten in der Norma, sowie durch spä-tere Darstellungen den Ruf der grössten Dramatikerin inSpiel und Gesang erwerben. Eine würdige Kemble! IhreHeirath mit Mr. Sartoris unterbrach allzufrüh ihre Büh-nenlaufbahn, aber ihre Kunst pflegte sie fort und fort.Das Moscheles'sche Ehepaar genoss das unschätzbare Vor-recht, sie im eigenen Hause und in dem ganzen Freundes-kreise, in dem sie mit Vorliebe sang, zu hören. Das Hausdes jungen Paars Sartoris ward bald dem Kemble'schengleich, der Sammelplatz der höchsten Gesellschaft, mitder sich die Aristokratie des Wissens und der Kunstgern verbrüderte.
Im Mai schreibt die Frau: „Bis jetzt habe ich Euch