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2 (1873)
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mit Fragen bestürmen, denn ich weiss, Du schreibst mirAlles, was ich zu wissen wünsche, und was Dir Ange-nehmes begegnet; schone mich aber nicht, wenn Du mirwas Unangenehmes zu schreiben hast; ich will es stand-haft ertragen.....

Gestern Abend wurde in Gesellschaft bei David, Men-delssohn's Octett vortrefflich gegeben und machte mirviele Freude. Ich spielte oder vielmehr probirte meinSeptett, es ging "aber nicht gut, auch hatte ich ein schlech-tes Instrument."

Diese Zeilen begleitete folgendes Einladungsbillet:

Mrs. Moscheieswerden zu einer musikalischen Privat - Gesellschaf t, Montag,den 19. d. M., präcis 6 Uhr im Saale des Gewandhauses er-gebensl eingeladen von

Felix Mendelssoh?i-Bartholdy

um dort seinen 42. Psalm mit Orchester und grossem Chorzu hören, sowie die Hebriden - Ouvertüre und die zur Jung-frau von Orleans. Der Altvater der Clavierspieler (wie ihnFink in der Musikzeitung nennt), Moscheies, wird sein G-moll-Concert und das Bach'sche Tripel - Concert mit MadameJSchumann und Dr. F. Mendelssohn spielen, auch sollen einigecharacteristische Etüden gehört werden.

Um gefällige Vorzeigung dieses Blattes am Eingang desSaales wird gebeten.

Wenn dies Blatt nicht vorgezeigt wird, soll der Prof.Moscheies nach London geschickt werden, um sich den Bei-fall zu holen, der hier nur unvollständig sein kann.

U. A. w. g. mit umgehender Post.

Vor seinem Abschied aus Leipzig schreibt Mosch eles-nur wenige Zeilen. Dann langt folgender Brief an:

Prag, 21. October 1840. Morgens 10 Uhr.(eine Stunde nach der Ankunft.)

Sonnenschein!! Der Himmel voller Geigen! ich habedie Mutter umarmt, ich habe Brüder, Schwestern, Schwa-ger, Schwägerin, Cousinen umarmt. Das Alles wäre nicht

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