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arme Comte d'Artois ein, der auch zugegen war. Dannfragte die Königin, ob das Instrument, ein Pleyel, nachunsern Wünschen placirt sei, ob wir besondere Beleuch-tung gebrauchten, ob die Sitze die richtige Höhe hät-ten, und viel Vorsorgliches, wie es sich sonst für dieBürgerkönigin passte. Chopin spielte zuerst eine Zusam-menstellung von Notturno's und Etüden und wurde wieein Liebling bewundert und gehätschelt. Nachdem auchich alte und neue Etüden gespielt und mit demselben Bei-fall beehrt worden, setzten wir uns zusammen an's Instru-ment — er wieder unten, worauf er immer besteht. Diegespannte Aufmerksamkeit des kleinen Kreises bei mei-ner Es-dur-Sonate ward nur durch die Ausrufe „divin, de-licieux," unterbrochen. Nach dem Andante flüsterte dieKönigin einer Hofdame zu: „Ne serait-il pas indiscret de leleur redemander ?•' was natürlich einem Wiederholungsbe-fehl gleich kam und so spielten wir es noch einmal mitgesteigertem abandon. Im Finale überliessen wir uns einemmusikalischen Delirium.
Chopins Begeisterung durch das ganze Stück hinmuss, glaub' ich, zündend für die Hörer gewesen sein,die sich nun in Zwillingslobsprüchen über uns ergossen.Chopin spielte wieder allein mit gleichem Reiz und glei-cher Theilnahme wie früher, dann ich eine Improvisationüber Mozart'sche Süssigkeiten, die in vollem Kraftauf-wande mit der Ouvertüre zur Zauberflöte schloss. Bes-ser als alle Worte des Lobes, die gekrönten Häupternunsereinem gegenüber so geläufig sind, war wohl dasaufmerksame Zuhören des Königs während des ganzenAbends. Chopin und ich waren brüderlich erfreut überdie gegenseitigen Triumphe, die das individuelle Talenteines Jeden von uns feierte, von einem ä qui mieux mieux,kein Anflug. Endlich durften wir häuslich an den gereich-ten Erfrischungen Theil nehmen und um ii 1 ^ Uhr ver-liessen wir das Schloss, diesmal nur unter einem Regenvon Complimenten, denn es war nach dem Unwetter eineschöne Nacht geworden". Es versteht sich, dass Chopinund Moscheies von da an die Doppelsonate fast täglich