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Leistungen künftig Antheil nehmen wird, desto mehr stei-gen in mir Lust und Verlangen nach eignem Geschmackund_ eigner Ueberzeugung Musik zu pflegen. "Wie und wasich componiren soll, liegt auch noch unter dem Schleierder Zukunft verborgen. Bis jetzt habe ich meine Werke-durch eignen Vortrag beim Publicum eingeführt. Wirddie musikalische Welt jetzt auch noch Interesse an ihnennehmen? Nous verrons".
Im Sommer kommen manche Pläne väterlicherseits-in Briefen vor. Einmal wird gefragt, ob Moscheies beider Ueberhäufung von Lectionen seinen Preis nicht er-höhen wolle. Er antwortet auf diese kaufmännische Idee:„Ich kann mich zu einem solchen Schritt nicht entschlies-sen, denn mit Recht könnte ich der Eigensucht beschul-digt werden in einem Lande, dem ich meine jetzige Stel-lung grösstentheils verdanke." Auch auf einen andernPlan, die Familie Moscheies solle sich theilen, Frau undKinder in Hamburg wohnen, der Mann seine Saison inLondon durchmachen und dann wieder zu ihnen kommen,geschieht Einspruch, „denn - getrennt können wir nichts-gemessen". Desto mehr geniesst man zusammen das See-bad Boulogne und einen zweimonatlichen Aufenthalt inParis, zum erstenmal ohne die Last öffentlicher Concerteund der damit verbundenen Verpflichtungen. Die Jahres-zeit erlaubte eben so genussreiche Ausflüge in die Um-gegend, als sie zu Concert - Unternehmungen ungünstigwar; man hatte sie also grade recht gewählt.
Wie aber auch die Denkwürdigkeiten und Kunstschätzeder Weltstadt die Moscheles'sche Familie in Anspruch neh-men, immer sehen wir ihn sich zu den Musikern wenden;ein Brief von ihm zeigt uns, wie ihm sein längstgehegterWunsch Chopin kennen zu lernen, erfüllt werden sollte.„Wir leben hier im vollsten Genuss unsrer Freiheit undUnabhängigkeit, wozu ich die fast gänzliche Einstellungdes Lectionisirens obenan rechne. Fräulein Beer, der Nichtevon Meyerbeer, konnte ich es natürlich nicht abschlagen,ebenso wenig der Gräfin A., die ich vor 28 Jahren inWien kannte. Bei Leo's mache ich am liebsten Musik