und der Modetändelei", zu der er obenan die unvermeid-lichen Arrangements für Schüler zählte; wollte ihm aberein Verleger einen Mode t i t e 1 aufdringen , so finden wirim Tagebuch Bemerkungen, wie diese: „Er machte mirmit seinen Vorschlägen den Kopf lichterloh brennen".„Er will mir Gesetze über Titel vorschreiben, Aenderungenmachen ohne mich zu fragen, das erlaube ich nicht, dazuhat er kein Recht".
Wer nun mit uns einen Blick auf Moscheies' Kunst-streben in diesen und den letztverflossenen Jahren werfenwill, der wird ihn bemüht finden, das alte Virtuosen-thum mehr und mehr abzustreifen, solche Stücke, wie dieAlexander - Variationen als „verschollen zu erklären" undeine classische Richtung anzustreben; bei den Londoner Ver-hältnissen doppelt mühsam. Diese legten ihm so schwereFesseln an, dass die Frau im Mai schreibt: „Mein Mannsagt, es ist weit besser, Ihr gewöhnt Euch daran, mitmeinen Briefen, selbst über musikalische Dinge vorlieb zunehmen, denn wir hören ja zusammen und er sagt mirgenau, wie er über Alles denkt, so bekommt Ihr seineMeinung unverfälscht, wenn auch aus zweiter Hand, aberdafür mit mehr Ausführlichkeit. Er kommt nicht zumSchreiben, so lange er ausser seinen eigenen Geschäftenauch noch der Deus ex Machina sein muss, der für diefremden Künstler Ehre und Verdienst zurecht zaubernsoll. Und wo den Verdienst hernehmen, wenn das Ver-dienst mangelt? wie bei H.'s Sohn z. B.! Der Himmelbehüte unsern Jungen vor so einer Nullität und so einemZehren an seines Vaters Namen! darauf hin gab er Con-cert und konnte Einem nur Mitleid einflössen. Wir sindwieder reich an Fremden, die gewesene Frl. Belleville,jetzt Mme. Oury, ist mit ihrem Mann, dem Geiger hier,der Kapellmeister Öott aus Oldenburg, ein tüchtiger Mu- "Psiker mit seiner Pianistin-Tochter, dann zwei Polen, einerPianist, der andere Geiger, mit sehr viel weisser Westeund Uhrkette und noch mehr Anmassung; zwei braveHannoveraner, der Flötist Heinemeyer und der CellistHausmann, der Contrabassist Müller, der leider auf seinem