„Habe ich Euch neulich von Ciavier Spielern er-zählt", sagt ein anderer Brief, „so sollt Ihr heute ein Kapi-tel Ciaviermacher bekommen; ich will sie nur Zugvögel■dieser Saison nennen, da Raubvögel wohl ein zu starkerAusdruck wäre. Und doch sehe ich P.'s essigsaures Ge-sicht, wenn er bei seinen Besuchen oder in Concerten Mo-scheies auf einem Erard oder Clementi hört, und malemir aus, wie er bei dem Erard denkt, „anch' io sono pit-tore", beim Clementi, „das ist ein überwundener Stand-punkt", bei den Broadwood's, auf denen Moscheies auchmitunter spielt: „wie kann man die einem P. vorziehen?"Und G., der mit Czerny hierher kam, möchte auch alleInstrumente hören, alle Fabriken besuchen, findet aberjeden Anschlag zu schwer, jeden Ton zu dumpf, und nurseine Flügel brillant. Auch einen Erfinder für die Um-und Reinstimmung von Ciavieren giebt es wieder. War•der vorjährige ein Crefeider, so ist dieser ein Pariser, Msr.le Pere. Aber trotz seiner Versicherung, es sei so leicht,■einenFlügel um J / 2 Ton höher oder tiefer zustimmen, „quevous le feriez faire par votre domestique, ou votre femme■de chambre" wollte sich die Sache doch nicht als prak-tisch erweisen. Ich könnte noch Manche nennen, aber esmöchte Euch langweilen. Jeder hat seine eigenen Interes-sen, aber Alle stimmen darin überein, von meinem armenMann mündliche Empfehlungen und schriftliche Attestezu. verlangen, versteht sich lauter Lobpreisungen. „Undman hat doch zuerst sein Gewissen", sagt er sehr richtig:„man möchte nicht solch zweideutiges Lob austheilen, wieder grosse M.......r es mitunter gethan hat; die Empfoh-lenen entzückt es, aber der Empfänger, wenn er gescheitist, legt sich die auf Schrauben gestellten Phrasen rich-tiger aus."
Die Schröder-Devrient war wieder da; ihr Fidelio un-vergleichlich wie immer, ihre Norma nicht einer Pasta•ebenbürtig; auch konnte sich die deutsche Oper schlech-ter Geschäfte halber nicht halten. In der englischen ent-stand, um alsbald wieder zu verschwinden, „Love in thecity" von W. — Puzzi, der fashionable Hornbläser brachte