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stiess, es kam doch endlich zu dem Beschluss, „ihm dieLeitung des Wagnisses" zu übertragen; an ein Ge-lingen dachte Niemand. Nun begannen mühevolle Wochenfür ihn.' Statt der einen Orchesterprobe wurden ihm zweibewilligt; das war aber auch Alles, und so ergriff er dasMittel, jede Einzelheit mit jedem Einzelnen zu probiren.Sänger und Instrumentalisten, jeder wusste seinen Part,jeder hatte durch Moscheles' Begleitung und seine Erklä-rung schon einige Kenntniss des Riesenwerks, als es zurersten Orchesterprobe kam; die zweite benutzte er, umeinige Nuancen und Feinheiten zu erzielen und fehlte auchnoch viel, waren die Solosänger der Aufgabe auch nichtvollkommen gewachsen, es wurde doch ein glänzender Er-folg hervorgebracht. Moscheles schreibt den Verwandtenentzückt darüber und sagt: „Ihr könnt Euch meine Auf-regung vor und während des Concerts am 17. April den-ken — von der Arbeit spreche ich nicht — denn sehtnur in dem beiliegenden Artikel aus dem „Atlas", wie siemir gelohnt ist. Ich schicke Euch gerade diesen, weil erkurz und concis geschrieben, die Hauptsachen berührt;wer der Kritiker ist, weiss ich nicht; übrigens sind alleBlätter gebührend entzückt von diesem Riesenwerk undverlangen einsstimmig, es möge auf dem Repertoire blei-ben , solle aber auch in grösseren Locälen wie Exeter-Hall oder ; in Birmingham beim Musikfest gegeben wer-den. Genug, das reiche England hat sich um einen Schatzbereichert und wie froh bin ich, dass ich ihn ausgrabendurfte." Das Prägnanteste in dem • eingesandten Artikel,der vor uns liegt, ist wohl die Bemerkung, wie Directoren,die selbst ein Werk nicht gründlich verstehen, es unmög-lich zur Geltung bringen können und wie Ausführende,wenn sie nicht genügend von seinen Schönheiten durch-drungen sind, dem Hörer eine unüberwindliche Lange-weile aufbürden. Die Aufzählung von Moscheles' Fähig-keiten und Bemühungen reiht sich selbstverständlich alsContrast hier an, und Sänger wie Instrumentalisten gehenauch nicht beifallsleer aus.
Thalberg feierte in dieser zweiten Londoner Saison