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2 (1873)
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Schunck's.....Der Tod der Malibran hat mich unge-mein erschreckt und betrübt; Felix zählte stets ihr Talentunter die grössten unserer Zeit. Schade, sehr schade! Siekönnen denken, dass der mütterliche Egoismus mit im Spiel

ist, da sie am 3. in Liverpool im Paulus mitsingen sollte___

Möchten Sie, Ihr lieber Mann und die Londoner Freundees* entschuldigen, wenn er Ihnen vielleicht lange nichtschrieb; auch ich muss, wie erklärlich, jetzt seine Briefemissen, Rebekka, die eben jetzt auf ihrer Rückreise vonEger 14 Tage beim Bruder weilt, schreibt mir zu sei-ner Rechtfertigung, ein Taubenschlag sei eine Wochen-stube dagegen, wie es bei ihm zugehe. Bitte, verzeihenSie ihm und häufen Sie Grossmuth auf Grossmuth, in-dem Sie in seinem und meinem Namen den LondonerFreunden seine Verlobung anzeigen.

Ewig unverändert Ihre Ihnen treu ergebeneL. Mendelssohn-Bartholdy.

Die Freude der Freunde bei diesem Ereigniss warselbstverständlich, denn man erfuhr bald, dass er in Ce-cilie Jeanrenaud ein reiches Gemüth, dem seinigen eben-bürtig gefunden hatte, das ihn so verstand und ihn sozu schätzen wusste, wie er es verdiente. Auch einen gros-sen musikalischen Triumph sollte England ihm, wenngleich in seiner Abwesenheit, feiern helfen. Sein Paulusward zum ersten Mal in Liverpool gegeben und mit demgrössten Enthusiasmus aufgenommen. Moscheies, der dieCorrectur des Werkes für England übernommen hatte,schreibt in sein Tagebuch:Zu meiner Freude habe ichden herrlichen Paulus jetzt viel unter Händen und kannmich oft darin vertiefen. Seine Haupt-Eigenschaften sindfür mich: Erhabenheit, edle Einfachheit, tiefes Gemüthund antike Form. Er hat darin seine schon anerkannteMeisterschaft auf das Glänzendste bewährt."

Moscheies hatte in der Herbstruhe begonnen, an sei-nen characteristischen Etüden zu arbeiten; auch einigenmusikalischen Zeitschriften die erbetenen Beilagen zu sen-den. Der songWhatever sweets we hope to find", das