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2 (1873)
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eine allerliebste Landschaft aquarellirte, was sie nie ge-lernt hat. Thalberg spielte indess viele seiner Etüden,Bruchstücke eines soeben componirtenRondo's, dann meineEtüden, Allegri di Bravura, G-moll Concert, alles aus-wendig, mit der grössten Meisterschaft. Hierauf folgteeine Mahlzeit, aber selbst während dieser war sie es,die uns unterhielt. Sie gab uns treffend wahr Sir GeorgeSmart, die Sänger Knyvett, Braham, Phillips und Vaug-han, Alle mit ihr in einer Soiree der Duchess of C, zuletztdie dicke Duchess selbst, wie sie herablassend mit ihrenKünstlern spricht, und endlich Lady * *, die mit der zer-brochensten, nasalsten Stimme von der Welthome, sweethome" singt. Mit einem Mal war die komische Ader ver-siegt, und nun sang sie mit echt deutscher Auffassungdie Scene aus dem Freischütz mit deutschem Text, undeine Masse deutscher Lieder von Mendelssohn, Schubert,Weber und meiner Wenigkeit. Zuletzt kam Don Juan andie Reihe; sie weiss nicht nur ihre Vocalpartie der Zer-line, sondern jede andere Partie der Oper und jede Noteder ganzen Begleitung auswendig, und so spielte undsang sie fort bis n Uhr, immer bei Stimme, immer geistigund körperlich frisch. Als sie uns verlassen hatte, konn-ten wir nicht aufhören, uns für sie, ihre musikalische,sprachliche und malerische Begabung zu begeistern, ammeisten aber wurde ihre Anspruchslosigkeit und Liebens-würdigkeit gerühmt.

Ein andermal, als sie und de Beriot, auch am Sonn-tag einearly dinner" mit Moscheies und den Kindern nah-men,hatten wir grossen Spass. Es war die Rede vondem komischen Duett von Gnecco, das sie so oft undstets so bezaubernd mit Lablache sang. Mann und Frauverspotten einander darin und heben einer des andernKörperfehler hervor, und so sagt er einmal:la tua boccae fatto aposta pel servizio della posta" (dein Mund istgross und breit, er könnte als Briefkasten dienen).Gradewie mein Mund", behauptete die Malibran,breitgeschlitzt;und jetzt will ich diese ganze Orange hinein stecken, umes zu beweisen." Wer de Beriot kennt, mag sich sein