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S. Bach'schen Concert für drei Claviere auf heute Nachmittag-durchgehen, fand aber alle Clavierniederlagen verschlossen.Zu Felix zu gehen, blieb mir vor dem Essen um i Uhrnicht Zeit: mein Magen wird für dies empfänglich sein, sowie ich mich überhaupt hier vortrefflich befinde. Heute,als ich die Mutter besuchte, unterhielt ich sie mit meinemAlbum. Ich habe hier ein Bändchen gesehen, welchesunter dem Namen „Bettina's Tagebuch" ihrer Correspon-denz mit Göthe vorangeht. Wenn Du neugierig daraufbist, so kannst Du es Dir gewiss leicht verschaffen."
Nachmittags 5 Uhr. „Ich komme eben von Wieck,wohin mich Regina begleitete. Die Clara spielte ein Triovon Schubert, sehr brav. Das Concert von Bach für dreiClaviere, von ihr, Felix und mir gespielt, folgte, und warsehr interessant. Ich lasse mir es für London abschreiben.Die V. sang wieder, und Felix begleitete sie zu einerArie aus „Macbeth" und den Variationen über „nel cor".Aber es war ein jämmerliches Geheul! Den armen Felixhättest Du sehen müssen, wie er in einem Cirkel von 30Personen dasass, wie auf einem Armsünderstuhl. SeineAugen funkelten, wie die eines gereizten Tigers, und anseinen Wangen hätte man Licht anzünden können, sobrannten sie. Eben soll ich meine neugedruckten Concert-billete zeichnen. Deine hülfreiche Hand geht mir dabeiab; aber ich kann bei jeder Zeichnung ruhig an Dich denken,und das ist mir ein angenehmes Gefühl. Felix theiltemir heute den Wunsch des Directoriums mit, dass ichSonntag im zweiten Abonnement-Concert spielen möge;er räth mir, statt des gewöhnlichen Honorars von 5—6 Ldr.lieber die Bedingung zu machen, dass ich für Saal, Be-leuchtung etc. bei meinem Concert dem Directorium nichtszu zahlen brauche, und ich finde, er hat recht. Ein Ge-danke quält mich wegen meiner Abreise. Die Eilwagengehen nur Montag früh um 5 Uhr Morgens und Dienstagum 9 Uhr Abends: Der erste zu nah am Concert, derzweite zu spät für meine Ungeduld."
9. October: „Eine Stunde vor meinem Concert schreibeich Dir. Die Geschäfte drängten sich so sehr, dass ich