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1 (1872)
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Ich finde nicht die Basis einer gesunden Harmoniefolge;vielmehr scheint mir dasDies irae" und der Hexensabbathvon einer krankhaften Phantasie zu zeugen; auch schürztsich die Entwickelung der aufeinander gehäuften Figurenoft zu einem gordischen Knoten; wer zerhaut ihn? Aber"Wärme und Poesie hat der junge Mann, und einzelneStellen erinnern mich in ihrer Grossartigkeit an einenantiken Torso."

Zur Kennzeichnung des damaligen Musik- und Musiker-lebens in London theilen wir einige Stellen aus BriefenMoscheles' mit:Will ich unsere musikalischen Leiden sogut wie die Freuden aufzählen, so muss ich gestehen, dassder fremde Musikantenschwarm zuweilen den Horizontverfinstert, wie die Heuschrecken den Himmel Aegyptens.Der Eine treibt die deutsche Einfachheit so weit, dass erkeine andere Sprache, als die seinige spricht, doch aberhierher gereist ist, um von den Engländern anerkannt zuwerden; er gleicht dem Dominie Sampson auf ein Haar,spricht auch mit seiner Pedanterie. Dazu bringt er immerseinen Schüler, einen langweiligen jungen Holländer, mit.Treffen die Beiden wie gestern mit dem deutsch französir-ten, parfümirten H. zusammen und finden Beide denUrengländer H, der eben nur seine Sprache sprichtund componirt, so giebt das keinen guten Klang. BeiTische lässt sich der Deutsche zwar Alles schmecken,sagt meine Frau, aber der Französirte rümpft jdie Nasebei jedem Körnchen Pfeffer, während der Engländer eheer gekostet hat, den Rand seines Tellers mit Senf, Cayenneu. a. Schärfen belegt, einer Malerpalette gleich. Wir selbstkamen vor lauter Dolmetschen kaum zum Essen, zuletztaber auch vor innerem Lachkrampf nicht; denn endlichglaubten der Deutsche und der Engländer, ihrem Drangnach gegenseitiger Mittheilung Genüge zu leisten, indemsie lateinisch sprachen; aber auch da hatten sie sich ver-rechnet, die verschiedene Aussprache verwickelte sie inein Labyrinth, das ihre Ideengänge zu lauter Irrwegenmachte."

In einem andern Brief heisst es:Ich soll Ihnen den