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Zauber auf das Publicum. Rubini behauptete seine schonanerkannte Meisterschaft, und Tamburini's weicher, klang-voller Baryton, gehoben durch sein schönes, echt römi-sches Profil trugen nicht wenig zu den Triumphen diesesweltberühmten Ensemble's bei.

Die Malibran kam ,in diesem Jahr nicht; sie war inMailand auf fünf Jahre engagirt, bekam 14,000 £, freienTisch und Equipagen. Sie war nur auf drei Tage nachLondon gekommen, um in dem Concert ihres BrudersGarcia zu singen. Iwanoff, ein italienisirter Russe, zogdas grosse Publicum durch seine Kehlfertigkeit an, ge-brauchte aber die Kopftöne zu häufig und konnte deut-schen Ohren nur missfallen, wenn er Schubert'sLeiseflehen meine Lieder" mit seiner Auffassung vortrug. Ersang so ermüdend süsslich, dass es einem Witzbold ge-lang, das Wortspiel:I've enough, is his proper name" inUmlauf zu setzen.

Moscheies spielte in der Philharmonischen Gesell-schaft sein neues Concert pathetique und dirigirte andemselben Abend Mendelssohn's noch unbekannte Ouver-türe zurSchönen Melusine". Beides wurde kühl aufge-nommen. Die Frau berichtet dies dem fernen Freunde,und seine Antwort mag hier als charakteristisch einge-schaltet werden:

Haben die Leute im Philharmonie meineMelusine"nicht gemocht? Ei was, ich sterbe daran nicht. Zwar thatmir es doch leid, als Sie mir's schrieben, und ich spieltemir geschwind die ganze Ouvertüre einmal durch, um zusehen, ob sie mir nun auch nicht gefiele aber sie machtmir doch Vergnügen, und somit thut es mir nicht sehrviel zu Leide. Oder meinen Sie, dass Sie mich deshalbweniger freundlich bei meinem nächsten Besuch aufneh-men würden? Das wäre schade und sollte mir sehrleid thun; aber ich hoffe es doch nicht. Und vielleicht ge-fällt sie anderswo, oder wo nicht, so mache ich wiederwas anderes, und das gefällt besser. Ueberhaupt aber istmeine Hauptfreude bei alledem, wenn solch ein Ding ge-schrieben dasteht, und wird mir's nachher noch so gut,