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mit Vorbereitungen für das auf den ersten Juni anbe-raumte Concert beschäftigt.

24. Mai:Zweite Vorstellung desFidelio", womöglichnoch schöner, als die erste. Begreift man es aber, dassdie Direction den braven Cellisten Lee aus Hamburgnach dieser Oper Variationen spielen, dass sie auch nocheinen Act ausOthello" geben Hess? Wir konnten einersolchen Geschmacklosigkeit nicht beiwohnen."

25. Mai:Nachdem ich die während der Saison un :vermeidlichen neun Lectionen hinter mir hatte, durfte ichmich endlich an Mendelssohn's Gegenwart bei Tische er-quicken; Abends war ich mit ihm, Klingemann und Hauserin Mori's Concert, wo er sein reizendes phantasiereichesCapriccio in H-moll spielte. Das Publicum, das sich imvorjährigen Mori'schen Concert an den Thüren um Einlassgeschlagen, weil der Beneficiant mehr Karten verkauft,als der Saal fassen konnte, kam, hierdurch zurückge-schreckt, diesmal nur spärlich."

28. Mai:Vormittags Probe für mein Concert (desMozart'schen Concerts für zwei Claviere) mit Mendelssohnin Erard's Fabrik. Er zu Tische bei uns und Abends zu-sammen in's Philharmonische Concert. Der Triumph, dener beim Spielen seines neuen G-moll-Concerts feierte, warein vollständiger. Erfindung, Form, Instrumentation undSpiel, Alles befriedigte mich vollkommen, das Stück spru-delt von Genie."

29. Mai:Mendelssohn zu Tische, und die deutschenKünstler mir überraschend zu einer von meiner Fraulängst vorbereiteten Feier versammelt. Erst ein Prolog,von Klingemann gedichtet, von Mme. Haizinger wunder-schön gesprochen; er erklärte, dass mein morgender Ge-burtstag schon heute gefeiert werde, weil man für morgenden allseitigen Pflichten in der Vorstellung des ;,Fidelio"obliegen müsse. Ein Postpacket, das man mir brachte,enthielt ein Blatt, auf dem Mendelssohn einen themati-schen Katalog meiner Werke mit humoristischen Rand-zeichnungen angebracht hatte. Man Hess mir aber keineZeit, dies interessante Geschenk zu studiren; denn es er-