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1 (1872)
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ihn in befreundeten Häusern, wo er in seinen eigenenQuartetten abwechselnd Bratsche und Violine spielt, Alleshinreissend schön, und schreibt für Mori sein erstes BuchGems ä la Paganini", aber nicht, ohne den Verleger ge-nöthigt zu haben, sich die Erlaubniss dazu von dem alsgeizig verschrieenen Italiener zu verschaffen. Moscheiesund Mori gehen zusammen zu ihm. Moscheies spielt ihmsein in anderthalb Tagen gemachtesmusikalisches Por-trait" vor. Paganini umhalst ihn, überschüttet ihn mitLob.Diese Auffassung seiner Manier, diese Wiedergabeseiner Cadenzen fand er stupend. Es gab in diesem Augen-blicke natürlich nur einen Moscheies. Was war Hummeldagegen? Hummel und Andere hätten auch Phantasienä la Paganini geschrieben, aber sie hätten ihm missfallen,er habe dagegen protestirt; diese Bearbeitung sei die ein-zige richtige, ihm eine Ehre", und wie die Lobpreisun-gen alle hiessen, die sich später so wenig wahr erwiesen.Natürlich hörte Moscheies ihn öfter, um ganz sicher inseiner Bearbeitung zu gehen. Nach dem sechsten Concertspricht er jedoch bereits folgendes Urtheil aus:Es gehtmir ganz sonderbar mit ihm; zuerst fühlte ich die höchsteUeberraschung und Bewunderung. Sein Reichthum anden kühnsten Passagen, seine neu entdeckte Quelle vonsons harmoniques", die Genialität, mit der er das Hetero-genste zu verbinden und effectvoll wiederzugeben versteht,überwältigte meinen musikalischen Sinn so sehr, dass meinKopf noch mehrere Tage nachher, gleich einer eben ge-löschten Brandstatt zu dampfen schien. Auch das innigeGefühl, das er seiner Geige schmelzend wie ein italienischerSänger zu entlocken wusste, hatte einen unendlichen Reizfür mich, und ich nahm es ihm in meiner Verblendunggar nicht übel, dass er sich dabei jener maniera del gattobediente, welche, wie der Spottname bezeichnet, bei denItalienern verpönt ist, und der ich stets so abhold war,dass ich sie nur einmal in jedem Schaltjahr hören möchte.Genug, meine Bewunderung für dies Phänomen, bei demNatur und Kunst gleichen Schritt gehalten haben, kanntekeine Grenzen. Jetzt, nach öfterem Hören, ist das Alles