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für ihre Abende zu gewinnen, die dadurch für das grossePublicum mehr Anziehungskraft erhielten.
Dem war jedoch Laporte, der 1828 die Leitung vonHer Majesty's Theatre übernommen, sofort hindernd in denWeg getreten und hielt, den Künstlern gegenüber, dieihn um seine Opernkräfte angingen, hartnäckig an derAlternative fest: „Miethet meinen Opern-Concertsaal oderihr bekommt meine Sänger nicht!" Es hiess also mit La-fontaine in der Fabel: pour moi la bonne aubaine. DiesePille ward freilich durch viele süssliche, französischeSprachwendungen überzuckert; doch wusste Bochsa, derChordirector der Oper, sie auf Geheiss seines Chefs ingutes Englisch zu übertragen. Moscheies, dessen Concertam 7. Mai stattfinden sollte, opferte vergebens seine Abende,um mit Laporte und Bochsa während der Opern vor Stellungenzu parlamentiren, (denn nur da erhaschte man diese Her-ren); sie blieben bei ihrer Bedingung. Moscheies hattezwar für sein Concert mehrere Novitäten bereit, eine neueSymphonie, seine neue Phantasie „Strains of the ScotchBards", die schon durch den Umstand, dass sie Sir WalterScott dedicirt war, grosses Interesse erregen musste; —„doch musste ich auch italienische Sänger haben und er-griff daher endlich das unangenehme und kostspieligeMittel, sie zu erlangen; ich miethete Laporte's Saal fürtheures Geld und bot dem Besitzer der Argyll-rooms,die ich schon gemiethet hatte, £ 10 als Reukauf, die dieserschnöde zurückwies, mich mit einem Process bedrohend.Vor Processen habe ich eine heilige Scheu und so consul-tirte ich einen Rechtsfreund, der mir durch seine Dazwi-schenkunft endlich die Annahme meiner £ 10 verschaffte."Laporte wusste nur zu gut, in welchem Grade seineOper die musikalische Welt beherrschte, und wirklichwaren die Genüsse, welche eine Malibran und Sonntagvereint boten, zu edler und reiner Natur, als dass dasPublicum sie nicht hätte mit heissem Dank aufnehmensollen.
Keine Vorstellung auf den Nationaltheatern konntemit der italienischen Oper rivalisiren, ja man beachtete