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der italienischen Oper engagirt; Max Bohrer kam wieder,ebenso die Tyroler Rainer; de Beriot und Artot wett-eiferten miteinander als Geiger. Auch die Sonntag er-schien wieder und erntete neue Lorbern.

Noch grösseres und freudigeres Interesse aber erregteder Besuch eines jungen Freundes aus Berlin. Es warkein Geringerer als der damals neunzehnjährige FelixMendelssohn-Bartholdy.Felix' Vater", sagt Moscheies,hatte mir im Laufe des Winters geschrieben, ob ichwohl meine, glaube, rathe, dass sein Sohn mit einigenCompositionen, worunter die Sommernachtstraum-OuvertureLondon besuche? Wohl meinte und glaubte ich, dass derjunge Mann ein Genie sei, wohl rieth ich ihm, zu Osternzu uns zu kommen und versprach von ganzem Herzen,ihn in die fremde Welt einzuführen."

Später heisst es:Ich miethete ihm die Wohnung203 Portland Street, und seitdem er hier ist, bieten mirsein Umgang und sein künstlerisches Wirken die reinstenGenüsse. Als Mensch ist er uns unendlich viel. Heiterund doch theilnehmend für den Schmerz um unser ver-lorenes, und die Sorge um unser noch erhaltenes aberschwächliches Kind, stets bereit, unsere ländliche Einsam-keit mit den anziehenden Genüssen London's zu vertau-schen, weiss er heilsam auf unsere wunden Gemüther zuwirken, und scheint es sich zur Aufgabe gestellt zu haben,uns einigen Ersatz für unsere Leiden zu bringen." Undwie herrlich war es, wenn er seine neuen Compositionenmitbrachte, spielte, und in kindlicher Bescheidenheit er-wartungsvoll an Moscheies' Lippen hing, um sein Urtheilzu vernehmen.Jeder Andere", sagt Moscheies,hätte esmir damals schon angemerkt, dass ich meinen Meister inihm erkannte und da. nur hingerissen war, wo er sicheine scharfe Kritik erwartete; er aber ist und bleibt dersich mir unterordnende Schüler, wie ich es auch versucheihm eine andere, richtigere Stellung mir gegenüber zugeben. Der Enthusiasmus, den seine Sommernachtstraum-Ouvertüre im Publicum hervorrief, machte ihn auch nichtschwindlig. Es muss Alles noch besser werden, meinte