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Der Edelmuth der Philharmonischen Gesellschaft, mit-welchem man meiner Bitte beinahe zuvorkam, hat michin das Innerste meiner Seele gerührt. Ich ersuche Sie da-her, lieber Moscheies, das Organ zu sein, durch welchesich meinen innigsten herzlichsten Dank für die besondereTheilnahme und Unterstützung an die PhilharmonischeGesellschaft gelangen lasse.
Ich fand mich genöthigt, sogleich die ganze Summevon iooo Fl. C. M. in Empfang zu nehmen, indem ich ge-rade in der unangenehmen Lage war, Geld aufzunehmen,welches mich in neue Verlegenheit gesetzt hätte.
Rücksichtlich der Akademie, welche die PhilharmonischeGesellschaft für mich zu geben beschlossen hat, bitte ichdie Gesellschaft, ja dieses edle Vorhaben nicht aufzugeben,und diese iooo Fl. C. M., welche sie mir jetzt schon imVoraus übermachen liess, von dem Ertrage dieser Akademieabzuziehen. Und will die Gesellschaft mir den Ueberrestnoch gütigst zukommen lassen, so verpflichte ich mich,der Gesellschaft dadurch meinen wärmsten Dank abzu-statten, indem ich ihr entweder eine neue Sinfonie, dieschon skizzirt in meinem Pulte liegt, oder eine neue Ouver-türe oder etwas anderes zu schreiben mich verbinde, wasdie Gesellschaft wünscht. Möge der Himmel mir nur rechtbald wieder meine Gesundheit schenken, und ich werdeden edelmüthigen Engländern beweisen, wie sehr ich ihreTheilnahme an meinem traurigen Schicksale zu würdigenwissen werde.
Ihr edles Benehmen wird mir unvergesslich bleiben,so wie ich noch insbesondere Sir Smart und Herrn Stumpffmeinen Dank nächstens nachtragen werde.
Leben Sie recht wohl! Mit den freundlichsten Gesin-nungen verharre ich Ihr
Sie hochschätzender FreundLudwig van Beethoven.
Nachschrift. An Ihre Frau Gemahlin meinen herz-lichen Gruss. — An Herrn Rau habe ich der Philharmoni-schen Gesellschaft und Ihnen einen neuen Freund zudanken.