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Concerten spielen, weil ihm die Bezahlung von £ 5 füreinen Vortrag zu gering erschien. Moscheies und Kalk- -brenn er wurden zu Gratis-Leistungen aufgefordert, wasder Erstere auf Grund seiner beschränkten Zeit, ablehnte.Kalkbrenner, der es lieber sah, wenn er im Philharmoni-schen Concert auftrat und Moscheies schwieg, nahm dieEinladung der Gesellschaft an, spielte sein D-moll-Concertmit Rundung und Eleganz und erhielt gerechten Beifall.Mir ist es zuwider," sagt Moscheies,einer knickerndenKörperschaft unterthänig zu sein, meine Kunstbrüder hin-gegen finden mich stets bereit, sie zu unterstützen."

Durchblättern wir nun das Tagebuch, um diese Aus-sage zu bewahrheiten, so finden wir, dass Moscheies indieser Saison nicht nur für seinen Freund J. B. Cramerund für den Harfenspieler Dizi, sondern auch für die SängerTorri und Sapio, die Sängerinnen Caradori und Borgondiound andere unbedeutendere Künstler spielte.

Im ganzen scheinen sich die Künstler bei aller Con-currenz, die nothwendig allerlei Eifersüchteleien mit sichführte, gut vertragen zu haben. Doch kamen auch pein-liche Scenen vor, so auf einer Soiree bei Miss B., einerSchülerin Moscheies'.Das war eine fatale Geschichte!Nachdem wir Alle viel musicirt, spielten Kiesewetter undich noch Mayseder's lange Sonate. Cramers Ausrufcelam'ennuie" wirkte wie ein Donnerschlag auf den leichterregten Kiesewetter; er sprang beleidigt auf, und wirhatten Mühe und Plage, um die Zwei wieder zu versöhnen!"

Zahlreich waren die englischen Dilettanten, die sicheine besondere Ehre daraus machten, mit Künstlern zuverkehren und sich mit ihnen um die Wette in ihrengrossen Soireen hören zu lassen; so Sir W. Curtis aufdem Cello, Mrs. Oom auf dem Ciavier und ebenso Mrs.Fleming; Prinz Leopold und Prinzess Sophie, die Schwesterdes Königs Georg IV., waren stets aufmerksame Zuhörerfür die Ausübenden. Doch klagt Moscheles:Ich musszu viel seichte Musik machen und hören."

Als ein eigentümliches und erhebendes Fest schilderter den (alljährlich wiederkehrenden) Kindergottesdienst