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aber steifen Ball erscheint ihm als eine „höchst fraglicheEhrenbezeigung." „Schon das Hinfahren in der unabseh-baren Queue langweilte mich", sagt er; zuletzt stieg ich ausund lief hin. Dort hatte ich auch keine Freuden. Da-gegen rühmt er die Aufführungen Gluck'scher Opern imErard'schen Hause; die Concerts spirituels entzücken ihn.„Wer Avürde mich nicht um diesen Genuss beneiden. Siesind mit Recht weltberühmt; dort höre ich mit dem ge-messensten Ernst zu."
Aber auch an heiteren Episoden fehlt es nicht: „MeinEssen mit Carl Blum und Schlesinger beim RestaurantLemelle ist immer lustig genug. Gestern ging Schlesingerin seinen Neckereien über meine Langsamkeit beim Essenso weit, dass er die dumme Wette mit mir machte, erwerde drei Dutzend Austern essen, während ich eins ver-zehrte, und er hatte Recht. Als ich aber sah, wie naheer daran war, zu gewinnen, legte ich mich aufs Gesichter-schneiden, und wusste ihn durch meine albernen Fratzenso in's Gelächter zu bringen, dass er nicht weiter essenkonnte; ich gewann und er zahlte die Zeche."
Am 20. März finden wir eine interessante Notiz. „Ichbrachte den Abend bei Ciceri, dem Schwiegersohn desberühmten Malers Isabey zu, wodurch ich in einen derinteressantesten Künstlerkreise eingeführt wurde. Im erstenZimmer waren die berühmtesten Maler versammelt, die zuihrer Unterhaltung Verschiedenes zeichneten, mitten unterihnen Cherubini, ebenfalls zeichnend. Mir, wie jedem neuEingeführten, ward die Ehre, sich in Carricatur portraitirtzu sehn; Begasse übernahm mich und führte sein Bildgelungen aus. Im andern Zimmer waren Musiker undSchauspieler, unter ihnen Ponchard, Levasseur, Dugazon,Panseron, MUe. de Munck, Dlle. Livere vom Theätre francais.Das Interessanteste unter ihren Leistungen, bei denen ichnur den Zuhörer machte, war ein Singquartett von Cheru-bini, unter seiner Leitung ausgeführt. Später bewaffnetesich die ganze Gesellschaft mit grösseren und kleinerenMirlitons und führte auf diesen eintönigen, aus hartemHolze, ja zuweilen aus Zucker fabricirten Pfeifchen, nach