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1 (1872)
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Im Herbste 1816 verlässt Moscheies Wien, indem er'derschönen Kaiserstadt" noch einmal ein wehmüthigesAde in seinem Tagebuche zuruft und begibt sich überPrag zunächst nach Leipzig. Er fährt mit einem sogenann-ten Hauderer und notirt einige Stossseufzer über die schlep-pende Langsamkeit der Fahrt. Weder die Reiselectüre,noch eine stumme Claviatur, die er mit sich führt, um seine 7 v ^ uA "Finger wenigstens zum Schein zu beschäftigen, vermögenseine Ungeduld zu massigen. Endlich langt er an.Begierig-Alles zu sehen, lief ich gleich aus, besah mir die Promenaden,den alterthümlichen Marktplatz und ging dann ins Theater.Die Studenten setzten mich, den Oesterreicher, mit ihremlärmenden Ton und dem Trommeln ihrer Stöcke, wenn sieungeduldig den Fortgang des Stückes verlangten, in Er-staunen. Noch mehr verdross es mich, dass man geradeeine Parodie auf Künstlers Erden wallen gab, worin sichtier Autor Julius Voss in beissender Satire über alle die-jenigen erging, die mit irgend einer Schaustellung zurLeipziger Messe gekommen waren, um dort ihren Vortheilzu suchen. War denn das Stück für mich mitgeschrieben?Natürlich lachte ich mich bald über solche Gedanken ausund liess mir mein Abendbrod im Joachimsthal vortreff-lich schmecken." Weiter blätternd finden wir mancheNotiz über das Gewoge in den Strassen, die fremdländi-schen Trachten, die polnischen Juden im Brühl und dieüberfüllten öffentlichen Locale. Dann heisst es:Das ersteConcert, das ich in Leipzig hörte, ward von der Sessi ge-geben; die Ouvertüre ging recht solide. Den Contra-bassisten Wach muss ich mir besonders notiren, weil ermit seinem energischen Spiel und seiner Kraft das ganze