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Vorschläge der Stadt Düsseldorf zur kommunalen Neugliederung im Regierungsbezirk Düsseldorf
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Landgemeinden ?

Wirtschaftliche Zur Begründung des nördlichenKorridors" ist u. a. behauptet worden, daß die wirt-i ^n^fm^nripns schaftliche Entwicklung verschiedener landeinwärts gelegener Kreisgemeinden sich auf denRhein aufbaue 1 . Dazu ist zu sagen:

Kaiserswerth hat nach dem Kriege einige Jahre lang versucht, die Wasserverfrachtung zuheben und hierzu einen Kran aufgestellt. Nach wenigen Jahren hat es ihn wieder abgerissen!Direkte Verfrachtungen aus den landeinwärts liegenden Gemeinden zum Rhein in Kaiserswerthkommen überhaupt nicht in Frage. Von einer Abriegelung des Landkreises vom Rhein und einerdadurch herbeigeführten Abhängigkeit seiner Wirtschaft als Hinterland der Großstädte kanndaher bezüglich des nördlichenKorridors" gar keine Rede sein.

Rheinbrückebei Kaiserswerth?

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Es ist vorgeschlagen worden, bei Kaiserswerth eine neue Querverbindung aus dem Ruhr-gebiet über den Rhein nach Krefeld, Aachen und den Niederlanden zu schaffen.

Hier eine Brücke bauen, heißt zunächst die ruhige Wohnlage Kaiserswerths ein für allemalzerstören.

Eine Straßenbrücke bei Kaiserswerth würde an einer Stelle liegen, zu der auf beiden Uferndie Wirtschaftsknotenpunkte in weiten Abständen lägen, während eine Rheinbrücke die Wirt-schaftsknotenpunkte möglichst in ihren Berührungspunkten verbinden muß. Gegebene Über-gangsstellen für Straßenbrücken sind daher (neben dem Norden Düsseldorfs im Zuge der Ur-dinger Straße) weiter nördlich etwa bei Gelepp. Der wirtschaftliche Träger für eine Brücke beiKaiserswerth würde nie zu finden sein.

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Es ist behauptet worden, gerade die Stadt Düsseldorf biete einen überzeugenden Beweisdafür, daß die organische Entwicklung einer Gemeinde den Weg vom Kern der Stadt zurPeripherie, und, zum offensichtlichen Nachteil der Vororte, nicht den umgekehrten Weg nähme.

Ja, es ist weiter gesagt worden:

Die Richtigkeit dieses Satzes wird durch die selbstverständliche und voraussehbare Ver-nachlässigung der Vorortsgebiete einer Großstadt bewiesen 3 ."

Tatsache ist das Umgekehrte jener Behauptungen:

Die 1908 und 1909 eingemeindeten Vororte hätten nie die Entwicklungnehmen können, wenn sie als selbständige Gemeinden im Landkreis verblie-ben wären.

1 A. a. 0. S. 30.

2 A. a. 0. S. 30.

A. a. O. S. 7.

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