Vordem war es das Privileg einer kleinen Oberschicht, in Villenvorstädten mit Parks undGärten frische Luft und die Reize des Landlebens zu genießen. Heute ist die gute wohn-liche Unterbringung der breiten Massen in den Städten eine Kernfrage dessozialen Problems unserer Tage.
Wir haben um Düsseldorf herum Gelände, das garnicht oder wenig mit Industrieanlagendurchsetzt und für gesundes und freies Wohnen der Großstadtbevölkerung geradezu prädesti-niert ist.
Im Norden haben wir Stockum innerhalb, Lohausen-Kaiserswerth-Wittlaer und Calcum LohausenundKaisers-außerhalb des jetzigen Düsseldorfer Weichbildes. In diesem Gebiet, das unberührt von In- ^ tä j t * ;^ N or d endustrie und nicht mit störenden Eisenbahnanlagen durchzogen ist, liegen dann auch die großeErholungsfläche des Stadions und die geplanten Spielflächen, Kleingärten und Volkswiesen derGolzheimer Heide.
Soll der Norden Düsseldorfs als freies Siedlungsgelände dauernd gesichert bleiben, so mußer auch dauernd vor der Gefahr geschützt sein, unter die Schlote linksrheinischer Industrie-ansiedlung zu geraten. Von der Oberkasseler Brücke ab nordwärts muß der Rhein freibleibenvon gewerblichen Anlagen und muß den Charakter der niederrheinischen Landschaft bewahren.Aus diesem Grunde ist Düsseldorf linksrheinisch lebenswichtig an der Entwicklung Büderichs Büderich und Lank-wie auch Lank-Latums interessiert. Die große Villensiedlung Meererbusch bei Büderich hatbereits den ausgesprochenen Charakter einer Villenvorstadt von Düsseldorf und wird größten-teils von Düsseldorfern bewohnt.
im Westen
Im Osten bietet Ratingen in freier Höhenlage, von Wald und welligem Hügelgelände um- Ratingen und Hildensäumt, die Voraussetzungen einer schönen Wohnvorstadt. Eine weitere Industrialisierung jm^tT^östiichesRatingens würde seinen landschaftlichen Charakter zerstören. Höhengelände
Hilden und seine Umgebung ist, ähnlich wie Ratingen, ein Gelände, das wohnlicher Vorstadt-entwicklung vorbehalten bleiben müßte. Als Wohnstadt hat Hilden Zukunftsaussichten, vorallem, wenn zwischen Urdenbach und Monheim Düsseldorfs Industrie massiert würde, vonder es durch Forst und Heide genügend getrennt ist.
Auf die Höhen von Hubbelrath, Unterbach und Erkrath greift die tatsächliche Wohn-entwicklung Düsseldorfs zunehmend über.
Im Süden besteht die Notwendigkeit, die linksrheinische Halbinsel zwischen Grimling- Halbinsel zwischenhausen und Udesheim für die Düsseldorfer Wassergewinnungsanlagen freizuhalten. Für ä 1 "'"! 81 "! 18 ™
° . , . Udesheim als Wasser-
diese sind die Waldscheider Höfe bereits seit Jahren erworben. Auf diese Wassergewinnungs- gewinnungsgebietmöglichkeiten muß die Stadt Düsseldorf in Zukunft zurückgreifen können, angesichts des starkenAnsteigens des Konsums und der langsam, aber stetig zurückgehenden Ergiebigkeit der FleherBrunnenanlagen.
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