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Vorschläge der Stadt Düsseldorf zur kommunalen Neugliederung im Regierungsbezirk Düsseldorf
Entstehung
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Das Wirtschaftsgebietals Ganzes

Der Regierungsbezirk Düsseldorf soll nach der programmatischen Erklärung der Regierungnach wirtschaftlichen Gesichtspunkten neugegliedert werden.

Es kommt hierbei nicht darauf an, ob dieser oder jener Teil nach den derzeitigen Steuer-sätzen etwas besser oder schlechter fährt. Es kommt auch nicht darauf an, ob die einzelne Ge-meinde genügend Gelände für diese oder jene Aufgaben hat, ob sie, auf sich allein gestellt,lebensfähig ist oder nicht.

Die Frage, auf die es ankommt, lautet vielmehr:

Wie wird ein zusammenhängendes Wirtschaftsgebiet als Ganzes gesehen,ohne Rücksicht auf derzeitige Gemeindegrenzen, am besten kommunalpoli-tisch gestaltet, um im Wirtschaftskampf der Zukunft leistungsfähig zubleiben?

Wie wird die Verteilung von Wohngegenden und Industrieanlagen zweck-mäßig, ohne Rücksicht auf Einzelinteressen, vorgenommen, ohne schon nachwenigen Jahren von der Entwicklung selbst überholt zu werden?"

Planlos ist in den letzten Jahrzehnten der Aufbau der Städte vonstattengegangen, zum Teilder Städte bestimmt durch den ungeahnten Aufschwung der Industrie seit ihren Gründer jähren.

In dem kaum unterbrochenen Städtezug, der sich vom Rhein, von Hamborn, von Duisburgüber Oberhausen-Mühlheim-Essen-Gelsenkirchen-Bochum bis Dortmund hinzieht, gibt esGemeinden, die wie Hamborn in knapp 50 Jahren ihre Einwohnerschaft auf das Fünfzigfachegesteigert haben. (Hamborn: 1871 noch 2300, 1919: 110000 Einwohner.)Ordnung Wohl kaum ist anzunehmen, daß das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung sich in Zu-ur die Zukunft k^ft verlangsamen wird, oder daß wir heute schon den Höhepunkt der wirtschaftlichen Ent-faltung im rheinisch-westfälischen Industriegebiet erreicht haben 1 . Daher wird eine Neugliede-rung, die nicht auf wenige Jahre, sondern mindestens auf die nächsten Jahrzehnte abgestimmtsein soll, in erster Linie der künftigen Entwicklung der Wirtschaft Rechnung tragen müssen.

Planloser Aufbau

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In dem großen niederrheinischen Industriegebiet können wir deutlich fünf Gebiets-komplexe unterscheiden, die durch ihre Bevölkerungs- und damit gleichlaufende Wirtschafts-zusammenballung sich deutlich von ihrer näheren und weiteren Umgebung abheben.

Zunächst im Norden, von Duisburg an die geschlossene Kette der Ruhrstädte, die sichöstlich bis Dortmund fortsetzt (1).

1 über die Entwicklungstendenzen der Wirtschaft vergleiche in diesem Zusammenhange: Reichsminister a.D. Dr. Hamm:Rationalisierung der privaten und öffentlichen Wirtschaft". Zentralverlag, Berlin 1928. Professor Dr. H. v. Beckerath:Repara-tionsagent und deutsche Wirtschaftspolitik". Verlag Schröder, Bonn 1928. Generaldirektor H. Hinnenthal:Die deutsche Ratio-nalisierungsbewegung und das Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit". Berlin 1928.

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