29Ach! diese jungen Kinder, sollten sie am Bettel-stabe, und so verwahrloset bleiben und aufwach-sen, sie drohen uns den Umsturz der Sittlichkeitund der Ordnung, und können uns in der Zu-kunft gefahrvoll werden. Wir entehren dieMenschheit, und die gesellschaftlichen Berbindun-gen und Verhältniße, in welchen wir leben; jawir belasten unser eigenes Gewissen mit bitteremund nagendem Vorwurf; und wir versündigenuns vor Gott, wann wir die Mittel die er unsanweiset und die wir in Händen haben, nichtbrauchen, und darzu anwenden wollten, um diearmen Kinder ihrem unvermeidlichen namenlo-sen Unglück zu entreißen, und ihnen eine andreVerpflegung und Bildung zu verſchaffen. Auchhier heißet es mit Recht, gebt uns das was unsNoth ist!! — Die Straßen⸗Bettelei in welchemhohen Grade bleibt sie, wie im Allgemeinen,so für uns nachtheilig, wenn wir auch fernerRücksicht auf die auswärtigen und frem-den Bettler nehmen, die ebenfalls beinahevon Woche zu Woche unter uns Allmosen ein-sammlen. Wurde dieses Allmosen=Sammlen,zwar selbst durch die Gesetze verboten, so konntedasselbe dennoch bis jetzo nicht ganz vermiedenund aufgehoben werden; indem der fremdeBettler,
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Die ausgezeichneten Vortheile, welche für unsere bürgerliche, und für jede kirchliche Verfaßung dadurch erwachsen werden, wenn eine gemeinnützige und wohleingerichtete Armen-Anstalt unter uns eingeführet werden wird : eine Predigt am 1. Sonntage nach Epiphanias 1800 ...
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