24Müßiggang und die Trägheit aller Laster Anfangwerden kann; daß wenn eine in sich selbst ver-werfliche Neigung und Leidenschaft der Seele,bey den Menschen herrschende Neigung und sünd-liche That wird, alsdann nicht selten sich an diese,andere oft noch weit gefahrvollere Neigungenund Thaten anschließen, so daß der Mensch oftunbemerkt ein Bösewicht, und durch und durchlasterhaft wird; wie bald kann aus der unvor-sichtigen Mildthätigkeit, wodurch der gesundeBettler so bequem seinen Broderwerb erhält,der größeste Nachtheil für die menschliche Gesell-schaft entstehen, und so die Quelle und einePflanzschule des Lasters eröffnet und aufgerichtetwerden. — Wie bald kann der gesunde Bettler,ſey er Jüngling oder Mann, vorzüglich wenn erschon schamlos beym Bettlen, und nun trotzigBequemlichkeit nichtwird, wenn die Gabe seinerschmeichelt, ein geheimer Betrüger werden, undsich auf Ränke legen, um größere Vortheile zuerhaschen. Wurde er nachsichtsvoll als gesunderstarker Bettler, im Staate und an seinem Wohn-ort geduldet, unterdrückte er die warnende Stim-me seines Gewissens, dadurch daß du bey gesun-den Kräften bettelst, raubst du der wahren Ar-muth ihre Stütze, du bist ein Dieb vor Gottund
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Die ausgezeichneten Vortheile, welche für unsere bürgerliche, und für jede kirchliche Verfaßung dadurch erwachsen werden, wenn eine gemeinnützige und wohleingerichtete Armen-Anstalt unter uns eingeführet werden wird : eine Predigt am 1. Sonntage nach Epiphanias 1800 ...
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