Druckschrift 
Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
Entstehung
Seite
260
Einzelbild herunterladen
 

) * ( 260 ) * (Jetzt schwingen die Bürger und Bauren die Hüthe,Weil Friedrich der Grosse die lustige BlütheDes Friedens frohlockend hat wieder herstellt;Sie trinken, und rufen: Hoch lebe der Held!Vierdtens: Ein Preussischer Grenadier in voller Positur, mit dem Säbel inder Faust, welcher sich gegen sechs vor ihm stehende Soldaten von allerhandNation, welche ihn attaquiren, bestens defendiret. Mit der UnterschriftIhr kommt mit Schwerdtern, Spieß und BogenRecht mörderisch heran gezogen;Denkt nicht, daß ich beſieget ſey:Nehmt ihr die Flucht! GOTT steht mir bey!Fünftens: Derselbige Preussische Grenadier nochmahls mit den obenbenanntensechs Soldaten, jedoch an statt des Säbels ein Glaß Wein in der Hand haltend.Mit der Unterſchrift:Ich schlug euch alle ab! Und dennoch sehet, da,Ich biet euch Frieden an! Was sagt ihr? Sprecht: Ja! Ja!N.B.: Diese Worte: Ja! Ja! giengen aus der sechs Soldaten einesjeden Munde. Sechstens: Eine Säule, an deren Spitze eine grosseKugel, um welche der Preussische, Käyserliche und Sächsische weisse Adlervon allen Seiten einen Oelzweig mit ihren Schnäbeln herum schlungen; in derKugel stund das Wort: Germania; im Fuß der Säule selbst: Memoriapacis; gleich darunter: Omne Trinum perfectum; sodann diese Worte:Nun wird, O Vatterland! dein Wohlstand wieder blühen,Weil Drey zu gleicher Zeit den Oetzweig um dich ziehen.Siebentens: Ein Felsen in einer schäumenden See, wider welchen an beydenSeiten die stürmende Winde bliesen; oben auf dem Felsen stund ein schwarzerAdler, der in die Sonne sahe und sich an derselben belustigte. Mit der Devise:Stuͤrmt und wuͤtet immerhin: Nimmer gehts nach eurem Sinn!Achtens: Eine zerstreuete Heerde Schaafe in einem Busch; vor dem Buscheine schöne Wiese; gegenüber ein Hirt, der auf einer Flöthe bließ; voneinem in der Nähe liegenden Berge floß eine frische Quelle, auf welche dieSchaafe zuliefen. Die Devise war:GOtt Lob, wir hoͤren Ihn! wir eylen zu der Weyde:Der treue Hirt ist da, bringt Friede / Heyl und Freude!Neundtens: Das Mörsische Casteel nebst der Brücke und am Eingangdesselben ein Schilterhaus, woran ein Französischer Corporal einen Musquetier