( 255)3. Ein brennendes Hertze, an einer Seite mit Oranienbäumen und ander andern Seite mit schönem Blumenwerk gezieret; worunter stund:Wer der Erleuchtung schimpft und meiner Mahlerey,Der wisse, daß mein Herz ein lodernd Feuer nähret:Ich liebe Friederich! Ich war Ihm stets getreu,Und werd es ewig seyn, so lang mein Othem währet!Ein kleiner, gecrönter schwarzer Adler mit Blumwerk ausgezieret; worunter:Es lebe Friederich! Wie weit ist Er im FriedenVon andern Königen an Hoheit unterschieden?Er schenkt ihn, wenn Er siegt, und zieht des Landes Flor,Das seinen Scepter küßt, Eroberungen vor!(Nro. 12.) Das ansehnliche Haus des Herrn Kaufmann J. P. Hoeschwar in allen dreyen Stockwerken mit pyramidenweise gesetzten roth und weißabwechselnden Wassergläsern zierlich illuminiret. Vor der Mitte der zweytenEtage brannten die Worte: Vivat F. R. Im Fenster rechter Handleuchtete die Königliche Crone, und im Fenster linker Hand der schwarzeAdler nebst Insignien und Waffen.(Nro. 13.) An der Behausung des Hoffiscals und Regierungsadvotcaten, Herrn Sixt, waren alle Fenster der untersten Etage mit Tableaux,und des obersten Stockwerks mit vielen hundert auf verzierten Pyramidengestellten Lampions erleuchtet. Von oben gemeldten Tableaux stellete dieerste vor, eine Göttin des Friedens aus den Wolken herab kommend, undein Horn des Ueberflusses, welches sie zur Erden ausschüttete, im rechtenArm haltend; in der linken völlig ausgestreckten Hand hielte sie einen vonOelzweigen und Lorbeerblättern gewundenen Kranz, worauf ein Palmzweigstunde; in dem Kranz war das Wort PAX, und darunter folgenderVers zu lesen:Nach diesem Friedensschluß Folgt wieder Ueberfluß:Das, was der Krieg genommen, Wird doppelt wiederkommen.Das zweyte Gemählde stellete in der Mitte vor eine vollkommene Sphaeramarmillarem Copernicanam, an welcher einen Seite ein Gelehrter miteinem Oelzweig auf dem Huth, und an der andern Seite ein Bauer miteiner Spathe oder Schaufel in der Hand stunde; beyde hatten ihre Ange-sichter oben hin gerichtet, wo die geflügelte Fama in Gestalt eines Engelsauf den Wolken saß, und auf zwo Trompetten oder Posaunen zugleichbliese, nemlich eine zur Rechten und die andere zur Linken ausstreckend; aus
Druckschrift
Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
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