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Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
Entstehung
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( 243)und Obristlieutenant, Herr von Trimbach, eine solche Zufriedenheit bezeigte,daß er auf dem Rhein im Schif, diesem Aufzug zur Honneur, die Canonenetliche mahlen lösen ließ.Nachdem nun das Regiment übergeschift, und der Junggesellen ObristerHerr Essen den Herrn Obristlieutenant von Trimbach complimentirt hatte,so geschahe der Zug auf Mörs in folgender ansehnlichen Ordnung: Erstlich, derHerr Posthalter Pütz vorauf mit bey sich habenden acht blasenden Postillion,die sich unabläßlich hören liessen. Zweytens, gedachter Herr Essen mit seinemJunggesellencorps, alle mit entblößten Degen, Scherfen und Ringkragen,wobey ein jeder eine schwarze Feder auf dem Hut und den Königl. Preus-sischen Adler von purem geschlagenen Silber an einem schwarzen und weissenBande auf der Brust hangen hatte. Kaum war der Herr Obristlieutenantvon Trimbach unter solcher Parade mit seinem Regiment zwischen denenGärten vor dem Steinthor angelanget, so wurde derselbe daselbst vom Frey-herrn von Cloudt zu Blumersheim, als Meursischen Landstande, eben-falls bewillkommet. Vor der Barriere hatte sich der Stadtsmagistrat ver-sammlet, allwo der Herr Justitzrath und Bürgermeister Wever wohlgedachtemHerrn Obristlieutenant mit einer rührenden Anrede die Stadtsschlussel über-reichte, und nach dieser Ceremonie mit dem Magistrat denselben und dasgesamte Regiment in die Stadt bis auf den Markt begleiteten, woselbstkurz darauf der Herr Criminalrath und Regierungssecretarius Wesendonckauf einem wohl equipirten Pferde vor der Front zuerst, und hernach unterHervorreitung des Herrn Posthaltern Pütz mit seinen Postillion und derJunggesellencompagnie, auch unter Begleitung der Grenadiers vom Regi-ment, an allen Ecken der Stadt das Friedensproclama unter beständigemVivatrufen feyerlichst ablase; nach dessen Endigung der Herr SteuerrathBruckmann die Ehre hatte, den Herrn Obristlieutenant von Trimbachnebst einige andere Herren Stabsofficiers und Vornehme der Stadt zubewirthen.Nunmehro war man, auf eingelaufene Königliche allergnädigste Cabinets-ordre, auch dahin bedacht, das auf den 13. März angesetzte Danckfest mitgleichmässiger Feyer zu begehen; zu dem Ende ließ der Herr Präsident,Freyherr von Cloudt, die Musicanten aus Venlo, sechs Canonen von Camp,und die Paucken von Warden kommen. Unter einer so prächtigen Musicin der Kirche und Abfeurung derer Canonen wurde am gedachten Tage derLobgesang: HERR GOTT! Dich loben wir, vor= und nachmittagangeſtimmet.Hh 2