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Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
Entstehung
Seite
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) * ( 237 ) (§. 11.In der am Ausflusse der Ruhr gelegenen Stadt Ruhrort war durchVeranstaltung der Königlichen Zoll= und Licentbedienten, Herrn Osthofund Noodt, auf dem alten Casteelthurn eine etliche fünfzig Schuhe langeStange aufgerichtet, an deren Spitze eine etliche vierzig Fuß lange, schwarzund weisse, mit dem Königlichen schwarzen Adler gezierte Flagge befestigetwar. Die am Walle liegende Schiffer hatten ihre Fahnen und Wimpelaufgesteckt, und, so wie bey der Friedensfeyer in der Stadt aus eilf CanonenSalve gegeben wurde, beantworteten sie aus ihren Schiffen solche ebenfallsmit wiederhohlten Canonenschüssen. Die ganze Stadt war mit Triumph-und Ehrenbögen, auch die Häuser mit dergleichen Verzierungen geschmücket;am Abend aber alle Fenster des Rathhauses, der Accisecasse und übrigenHäuser bis zum geringsten mit Lichtern oder Lampions, wie auch die Schiffeam Walle, aufs beste illuminiret. Ausserhalb der Stadt wurden sechszehnauf einer fünfzig Schuh hoch errichteten Stange pyramiden förmig befestigteTheertonnen angezündet; eine Menge Raqueten in die Luft geworfen; inder Stadt auf dem Markte aber ein herrliches Feuerwerk abgebrannt:Dasselbe war auf einem Postement von acht Fuß hoch verfertiget, an welchemsich der geschlungene Nahme F.R. mit der Crone und Reichsapfel, drunterdes Königs Jahrzahl in blauer Flamme ausnehmend schön präsentirte; anbeyden Seiten waren zwey feurige Pyramiden von zehn Fuß hoch, in welchenzwo Feuerräder Sonne, Mond und Sterne mit andern abwechselnden Figureneine gute halbe Stunde lang ausspien; oben über dem Reichsapfel aberbrannte der Preussische schwarze Adler künstlich im Feuer. Diese Lustbarkeitenwurden etliche Tage wiederhohlet; die Junggesellen sowohl, als der Schif-baumeister Nienhauß mit seinen dreyssig Zimmerknechten gaben durch ihrepropre Paradirungen der Feyer ein Lustre, wobey die meisten Einwohnermännlichen Geschlechts auf ihren Hüten schwarz und weisse mit dem Nahmendes Königs gestickte Cocarden und dergleichen Bänder; das weibliche Geschlechtaber dergleichen mit der Königin Nahmen gestickte Bänder auf der Brusttrugen; alles aber in vollkommener Ordnung geendiget wurde.§. 12.In denen übrigen Städten, Holten, Grieth, Griethhausen,Sevenaer, Isselburg und Schermbeck, liessen sich unzählige Merkmahleder patriotischen Gesinnungen und eines edeln Preussischen Herzens erblicken.SelbstGg's