( 231) (Ich dacht zwar: Dieses ist für so viel Müh zu wenig:Doch nein; Er wird dadurch der allergröste König!(Nro. 2.) Auch der alte Bürgermeister, Herr Bartz, hatte unterandern an seinem wohl erleuchteten Hause diese treu gemeinte Innschrift:Willkommen, Friederich! belebe meine Brust:Du Landesvater bist im Alter meine Lust.In Friede kann ich nun zu meinen Vätern fahren:Der Himmel wolle Dich und auch dein Haus bewahren.In der Stadt Udem, allwo das Rathhaus, Königl. Accisecomptoir,das Amt= oder Schlütereyhaus, Kirchen, Clöster und Schulen, nichtweniger alle Privathäuser erleuchtet waren, nahm sich (Nro. 1.) dieIllumination des Winterschen, als des größten und ansehnlichsten Hausesin der Stadt, welches der zeitliche Bürgermeister, Herr Krüger, bewohnet,besonders heraus, indem es oben und unten, rundum illuminiret, und einemFeuerberge ähnlich war. Durch einen dreyfachen grünen Bogen kam manzur Hausthüre, deren Pfosten von vielen Lampions erleuchtet waren; obendarüber gegen dem Fenster zeigte sich der Königliche Adler, in der rechtenKlaue einen Lorbeerzweig und in der linken ein mit Oelzweigen umwundenesSchwerdt haltend, über dessen Haupt dieses Chronicon stund:FLoreat FRIDERICVS MagnVS, paCIs Reparator!Zur Seiten: Aurea pax rediit, populus cum Rege triumphat.Unten drunter: REX, Regnum, Regimen, tria sunt miraculaMundi; REX, Regnum genio, viribus arte regit. Die imVorderhause befindliche zwey Bogen waren mit vielen Lampions illuminiret;an denen dazwischen stehenden Pfeilen erblickte man oben des Königs Brust-bild mit einem vergoldeten Vivat, und diese Ueberschrift;Seht unsern Fürsten an! Hier findt ihr alle FlammenDer Tugend, Heldenmuth und Frömmigkeit beysammenDarunter brannte der Königliche Nahmenszug; zu dessen rechter Seite saheman einen Herold, in dessen Hand eine Rolle mit den Worten: Friede,Friede! Unterſchrift:Der Fried ist da! O längst erwünschter Tag!Der unsern Geist belebt, und freudig rufen macht:Der Fried ist da, durch Friederich gebracht!Zur linken Seite zeigte sich ein brennendes Hertz, mit den Worten: GOttund dem Koͤnige!(Nro. 2.)
Druckschrift
Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
Seite
231
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten