)**( 27)**(Sechs Jahre sind bereits verflossen,Die wir im Druk und Schmerz erlebt,Ja, viele Thränen sind vergossenMit Seufzen, Andacht und Gebäth,Für unsern König und das Land,Daß GOtt es schuͤtz mit seiner Hand.Gebäth und Seufzer sind erhöret,Der Himmel schenkt den frohen Tag,Der hundert tausend Freuden mehrer,Weil niemand diese stoͤhren mag.Die mächt'gen Feinde sind besiegt,Und Friedrich lebt, wir sind vergnügt.Die Anschläg sind zu nichts geworden,Eh wirs gedacht, ist Friede da!Auf, Preussens Freunde aller Orten,Singt nun erfreut: Halleluja!Der Grosse Friedrich, Wilhelms Sohn,Lebt noch mit Ruhm auf seinem Thron.An der Behausung Nr. 10. der verwittweten Frau Geheimten Räthinvon Hymmen war die ganze Vorderseite des Hauses theils pyramidenförmig,theils in anderer Ordnung mit vielen hundert Lichtern und Lampen illumi-niret. Der lange und breite Gang durch die Mitte des Hauses war mitverschiedenen grünen und mit Lampen behangenen Ehrenbogen gezieret.Zubeyden Seiten des Gangs sah man verschiedene Tannenbäume und zwolange Reihen von vielen Lichtern und Lampen, und in der weitesten Entfer-nung zwischen den erleuchteten Bogen hindurch einen Spiegel, worinn sichalles dieses nebst den Lichtern des Kronenleuchters perspectivisch vorstellte. Ueberder Hauptthür sahe man in einem blumichten und verguldeten Kranze einenausgeschnittenen schwarzen Adler, unter welchem stund:Fridrich, der in fürchterlichen KriegenSeine Feinde überwand,Segnet nun, nach Lorbeerreichen Siegen,Uns und unser Vaterland.Die Rände der Thür und des Fensters darüber waren mit grünen Kränzenbewunden und die Treppe mit Fackeln erleuchtet.D 2Bey
Druckschrift
Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
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