Druckschrift 
Abhandlung vom Ursprunge und Eigenschaft der Gülich- und Bergischen Lehne nebst Bestimmung des ächten Begriffes der Wörter Mann- und Erbmannlehne
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

28Rex consecratur, & in Sedem imperialem colla-catur."Ist also laut dieser Stelle, schon in jener Zeitdas Gewicht und der Einfluß des Wilhelm Gra-fen von Gülich, den Fürsten und Vornehmern desReichs, von dem Werthe gewesen, daß KönigPhilipp solche gegen Otho den Vierten mit rei-chen Schätzen, Gold, Silber, köstlichen Klei-dungen und Pferden für ihn und seine Dienstleute,theuer erkauft, auch seinen Zweck wirklich dahinerreicht hat, daß durch des Wilhelm Verwen-dungen Otho von allem zurückgesetzt, und er Phi-lipp dagegen gar bald zu Aachen, als König undKaiser, feierlich aufgenommen worden so läßtsich daher auf die damal schon sehr bedeutendeMacht des Herrn von Gülich, ganz richtig fol-gern wie sich dann auch füglich dabei denkenläßt, daß solche Macht gröstentheils in einer zahl-reichen Menge von Mannen, das ist: Vasallenoder Lehnleuten, welche den Graf von Gülich sostark und fürchterlich machten, bestanden habe,weil auf diesen damal noch das ganze Kriegswesenberuhete, (§. 2.) und daher sind auch die Gefähr-ten des Grafen Wilhelm, als dessen getreue Hel-fer, vom König Philipp zugleich beschenkt wor-den. Die Fürsten stritten um Siege, und dasGefolg für den Fürsten, sagt Tacitus de mo-rib. Germ. cap 14.§. 13.