9tens Gott ist heilig; d. h. er ist sel-ner Natur nach vollkommen, und liebt dahernur das Gute, und ist allem Bösen abgeneigt.Psalm 5, v. 5. „Denn du bist nicht ein Gott,dem gottlos Wesen gefällt, wer böse ist, bleibtnicht vor dirGott kann daher nicht Urheber des Bö-sen seyn, und wenn die h. Schrift zuweilendie starken Ausdrücke gebraucht: „Gott verhärteoder verblende die Menschen,“ so will sie da-durch nur zu verstehen geben, daß Gott dasBöse nicht durch seine Allmacht hindere, son-dern den Menſchen ihre Freyheit ungekränkt laſ-ſe, ohne welche uͤberhaupt keine Sittlichkeit derHandlungen gedenkbar ist.Jakobi 1, v. 13, 14.Wir sind verbunden, Gott nach-zuahmen in der Heiligkeit.1 Petri 1, v. 16. „Denn es stehet geschrieben:Ihr sollt heilig seyn, denn ich bin heilig.“1. Joh. 1. v. 6.10tens. Gott ist gerecht; d. h. er be-lohnt das Gute, und bestraft das Böse ohneAnsehen der Person.Röm. 2, v. 6 — 11.Galat. 6, v. 8. „Irret euch nicht, Gott läßt sichnicht spotten; denn was der Mensch fäet, daswird er ernten. — Wer auf sein Fleisch säet, der
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Anleitung zur Kenntniß der Religion für die erste Classe meiner Katechumenen
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