) 42 (im Himmel theuer. Gott wird es ihm hier an kei-nem Guten mangeln lassen. Und einst wird er ihnzu sich und Jesu erheben. Da werden wir ihn sehen,den wir nie sahen, und doch liebten.“ Uns ruft dertreue und wahrhaftige Zeuge zu: „wer mich liebt, derwird mein Wort halten, und mein Vater wird ihnlieben, und wir werden zu ihm kommen, und Woh-nung bey ihm machen.Solchen Segen können wir uns von unsererLiebe zu Jesu versprechen. Solche Seligkeit ist inihrem Gefolge.Brauch ich Euch, o Zuh., wohl noch erst langedazu aufzufordern, nach dieser edeln, belohnendenGeſinnung zu ſtreben? „Laßt uns ihn lieben: er hatuns zuerst geliebt!Jesusliebe sey die Triebfeder alles dessen, wasIhr beginnt! Sie wird Euch sicher führen, zu Eurerwahren Würde erheben, zu allem leiten, was in derZeit beglückt, und in der Ewigkeit beseligt.So viele Gelegenheiten finden sich, unsereLiebe gegen den Retter der Welt an den Tag zulegen, auch in dieser Stunde bietet sich uns einesolche dar. Gekommen ist die Zeit, von der Jesusspricht: „er selbst wandelt nicht mehr unter uns; aberer armen, bedrangten, von allem Nothwendigen ent-bloßten, um Huͤlfe rufenden, verlaßnen Menschengibt es eine große Menge.“ Fragt Euch, Christen,was würde unser großer Vorgänger in unserer Lagebey so vielen schrecklichen Ereignissen und Nachrichtengethan haben? Was fordert er in dieser Lage vonuns? Wie muß ich handeln, damit er sich auchmeiner annehme, und mich mit Beyfall anblickeDenkt es Euch, wie wenn er selbst unter der Zahljener Leidenden wäre:
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Zwey Predigten, bey Gelegenheit der Sammlungen milder Beyträge für die unglücklichen Bewohner des linken Rheinufers
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