) 40Jacobus, der denkende, und andere sahen auf ihreThat mit Beyfall hin, und entſchaͤdigten ſie. Dennauch sie liebten ihn, der ihrer Zuneigung so werthwar. Jesu Aussicht, dereinst wurde der Maria beyspäten Geschlechtern noch gedacht werden, **) warfür sie ein Befehl, ihre edle Handlung auszubreiten.Neben Jesu Andenken blüht auch ihr Denkmal; undnur mit ihm kann es untergehen: Welche Beruhigungfür sie! Mögen dann auch weniger fühlende Men-schen uns verkennen, tadeln, wie leicht verschmerzenwir ihren Tadel, wenn nur die Bessergesinnten unshold ſind! Und ihres Wohlwollens ſind wir gewiß.Sie werden uns anhangen, auf uns sehen, uns nach-eilen. Wird uns gleich kein Denkmal, wie der Ma-ria, zu Theil; auch unser wird gedacht werden, wennwir nicht mehr sind. Auch noch nach unserm Todewerden wir Gutes stiften, durch unser Beyspiel späteNachkommen zur Liebe Jesu ermuntern. „Der Ge-rechte wird ewig bleiben, seiner wird nimmermehr ver-gessen werden.“Und unter denen, welche uns unsere Liebe schen-ken, steht Jesus selber obenan. Er liebt den wieder,von dem er geliebt wird. Wie huldreich nahm ersich der Maria an, nahm sie gegen jede Kränkung inseinen Schutz. Eine gute That, eine schöne, edleHandlung“ nannte er ihr Betragen. Weſt davonentfernt, Verschwendung zu billigen, prieß er ihresHerzens. Gesinnung. Im Vorgefühle seines Todesſprach er: „ſie hat mich gleichſam zum Begrabnißebereitet. Was sie nachher vorhatte, hat sie im vor-aus gethan. **)“ Er durchschaute seinen verirrten Jün-ger. Nicht, als hätte er, der liebreiche Erbarmer, thaͤ-tiges Mitleiden tadeln wollen, nur um den Heuchlerzu entlaeden, um den Selbstsüchtigen zu beschämen,*) Marc. 14, 8.**) Matth. 26, 13.
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Zwey Predigten, bey Gelegenheit der Sammlungen milder Beyträge für die unglücklichen Bewohner des linken Rheinufers
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