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Zwey Predigten, bey Gelegenheit der Sammlungen milder Beyträge für die unglücklichen Bewohner des linken Rheinufers
Entstehung
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) 39 (2.Und ol wenn sie uns beseelt und leitet, welchenZegen können wir uns davon versprechen! WelcheSeligkeit ist in ihrem Gefolge! Dann ist Friedein unserm Innern, der redlichen Achtungwird uns zu Theil, und wir können unsder Liebe Jesu und Gottes getroͤsten.Wenn wir so Jesum lieben, wie wohl ist dannunserm Herzen! Wie wohl mußte nach jener Thatder Maria seyn!Sie hatte gethan, was siekonnte. *) Gefolgt war sie dem heiligsten Antriebe.Ihr Herz voll Hochachtung, voll Dank, voll derwarmsten Zuneigung zu dem großen Menschenfreundehatte sie vor ihm offen gelegt. Dieses Bewußtseynerfüllte ſie mit hoher Wonne, erhöhte ihr jeden Ge-nuß, erleichterte ihr jede Last, begleitete sie auf ihresLebens Pfad, verließ sie auch am Scheidewege nicht.Lieben wir unsern Herrn und Retter, dann wird sieauch unser, diese Seligkeit im Innern. Auch wirhaben nach unserer heiligsten Ueberzeugung gehandelt.Auf irgend eine Weise haben wir bewiesen, wie gernwir ihm danken möchten, wenn wir es nur könnten.Harmonie herrscht in uns, und verbreitet sich überunser ganzes Wesen. Das Erhabenste hat uns er-griffen. Wir suchen es zu erreichen. Der Gedanke anihn gibt uns Kraft, ihm nachzuſtreben. ,,Unſer wirddas Höchste; was fragen wir nun nach Himmelund Erde?Doch diese Liebe sichert uns auch der redli-chen Achtung zu. Mochte Maria auch von Ju-das getadelt werden, mochten der Jünger einige, vonfalſchem Schimmer geblendet, miteinſtimmen: Johan-nes, der sanfte, Petrus, der Eiferer für seinen Herrn,*) Marc. 14, 8.