15ich, ist das heranwachsende Geschlecht. Sind wir ein Hinderniß aufseiner Bahn? Sehen sie an uns etwas, woran sie sich stoßen undwas die Ursache ihres Falles werden könnte? („Für Alle“ Nr. 79,Jahrg. IV.) — O ja, das ist der glaubens= und liebelose und darumin Wahrheit auch vaterlandslose Sinn, der unter Hohen und Niedernseine Knechte zählt. Der wird den nächsten Zug zum Entgleisen bringen,wird er nicht rechtzeitig aus dem Wege geräumt.Wir wollen ihn aus dem Wege schaffen, in uns zuerst, dann,wenn's noch geht, in andern, daß nicht die so blutig erstrittene Größedes deutschen Kaiserreiches so jämmerlich zunichte werde. Wir sprechenWir suchen ihr mitnicht leichtsinnig: „Nach uns die Sündfluth!“Gottes Hülfe zu begegnen. Wir sollen unserm deutschen Volk denalten Ruhm wahren:„Wieviel auch sind der Stufen„Am Thron der Ewigkeit,„Ein Volk ist hoch berufen„Vor allen weit und breit.„Das ist das Volk der Treue,„Der Demuth und der Kraft,„Das ist die Gottesweihe,„Die Deutschlands Würde schafft.Wenn's unser und unserer Kinder Wohl nicht verlangt, wasDeutschlands Würde schafft, zu erhalten und zu mehren, so verlangtes die Dankbarkeit gegen die im schleswig=holsteinischen, österreichischenund französischen Kriege Gefallenen und die Dankbarkeit gegen den Gott,der unserem Heere zum Siege verholfen. Wollen wir jetzt also nichtsondern unsern Dank durchbloß singen: „Nun danket alle Gott!“die That beweisen, durch Tilgung unserer Sünde und Pflege derGerechtigkeit. Gott aber sei weiter mit uns, wie er mit unsernVätern war!Amen
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Reden bei dem religiösen Festakte auf dem Exerzierplatze zu Düsseldorf, gehalten von Herrn Divisionspfarrer Dr. Pörtner und Herrn stellvertr. Divisonpfarrer von Bracken am Sedantage 1. September 1895
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