RededesHerrn stellv. Divisionspfarrers von Bracken.ⁿ⁸⁸Gerechtigkeit erhöhet ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben.Spr. 14, 34.Krieger, Kameraden, Brüder!Eben wurde das Sedangemälde farbenprächtig vor unserm Augeentrollt; hier ist die Unterschrift darunter: „Gerechtigkeit erhöhet einVolk, aber die Sünde ist der Leute Verderben“. Das hat das heiligeZion erfahren: kein Stein blieb auf dem andern. Das hat das alteRom erfahren: es wurde eine Beute barbarischer Horden. Das mußtedas stolze Paris erfahren: mit dem Muthe der Verzweiflung wehrte essich, aber nach Sedan hoffnungslos, gegen Eure eiserne Umarmung.„Gerechtigkeit erhöhet ein Volk.“ — Gottlob, daß das Rechtauf unsrer Seite war, daß der greise König Wilhelm es feierlich undprophetisch in seiner Thronrede verkündigen durfte: „Weil wir in demKampfe kein anderes Ziel verfolgen, als den Frieden Europas dauerndzu wahren, so wird Gott mit uns sein, wie er mit unsern Väternwar.“ Und der Präsident des Reichstags konnte ausrufen: „Mögeder Segen des allmächtigen Gottes ruhen auf diesem heiligen Krieg.Nur das Recht eint, das Unrecht entzweit; also hatten wir Recht: dassonst so jämmerlich zerrissene Deutschland erhob sich zum Kampfe mitFrankreich wie ein Mann, wie ein Held.„Schwaben und Preußen Hand in Hand„Der Nord, der Süd — ein Heer!Wir hatten recht, denn wir sind obgelegen;wir hatten rechtdenn seit einem Vierteljahrhundert erfreuen wir uns des völkerbeglücken-den Friedens.
Druckschrift
Reden bei dem religiösen Festakte auf dem Exerzierplatze zu Düsseldorf, gehalten von Herrn Divisionspfarrer Dr. Pörtner und Herrn stellvertr. Divisonpfarrer von Bracken am Sedantage 1. September 1895
Entstehung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten