516 BÜSCHING, WÖCHENTLICHE NACHRICHTEN.
Inhalt auch zu Grunde gieng. Die nähere Nachricht davon,welche die Anmerkung verspricht, ist noch nicht gegeben, zwplikch (Anm. 28) heisst nicht zum Anblick, sondern: zumGlanz. Vgl. Eneidt 6682: den Helm sah man „blichen" undDocens Titurel No. 100 die „blichlichen" Blumen. S. 59.Anm. 49. wird mest. bellisch durch übel (?) beilisch erklärt,es ist aber ein Wort und nichts Anderes als mistbellisch,wahrscheinlich auf dem Miste bellend, d. h. hündisch; vgl. gl.lindenbrog 996. (das übrigens schwierige) onstbella, lycisca,Hündin (lies mistbella licisca, Gisbert 1 Th. v. 66)*). S. 60.Anm. 64. der Pilgrim gieng „verret" heisst nicht ferner, son-dern: weiter. S. 61 wird eine schwierige Stelle im Parcifal661 nach der Hamburger Handschrift mitgetheilt. Die erste Zeile,worauf es hauptsächlich ankommt, heisst im Müller. Druck 8988(durch einen Druckfehler bei Hrn. B. 9888) [301, 28]:
eine seilen ruches von Salinund dort ganz anders, vielleicht richtiger:
ein valen tuches von Surin.Hr. Büsching, indem er die Vermuthung, die Hr. J. Grimmdarüber in den altdeutschen Wäldern äusserte, doch mild undnicht mit störrischem Besserwissenwollen abweist, hat jene Va-riante des Drucks mit angeführt; diese Genauigkeit ist gewissnicht überflüssig, weil sonst jemand durch die Stellung derWorte veranlasst werden könnte, zu glauben, es sei dort ohneUrsache, aus einem blossen grausamen Missverständnis von demGeruch einer Blume gesprochen worden. Der weitere Grundgegen jene Vermuthung, den Hr. Büsching aus der Sache selbstnimmt, dass nämlich das Pflücken eines Veilchen auf demSchnee wirklich wunderbar sei, zeigt jedoch nur Scharfsinn beijemand, der den Parcifal nicht selbst gelesen, denn darin heisstes ausdrücklich:
8372 [281, 13]. ez en-was iedoch niht snewes zitund
8376 [281, 17—19]. swaz man ie von dem (Artus) gesprach,zeinem pfinxten daz gescach,oder in des meien blumen-zit.
*) [Zusatz von Wilhelm Grimm im Handexemplar.]