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2 (1882)
Seite
513
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BÜSCHING, WÖCHENTLICHE NACHRICHTEN. 513

sehr kleines; es ist ferner löblich, auch die allgemeine Theil-nahme, nicht bloss die Gelehrten von Profession zu berücksich-tigen und, um jene zu gewinnen, auf etwas jeden Ansprechendes,auch wohl auf etwas bloss Unterhaltendes zu denken, zumal fürden, der zu dieser vermittelnden Arbeit so viel Neigung hat,wie Hr. Büsching, welcher ihr seine hauptsächlichsten Bemü-hungen widmet (man denke nur an sein erneuertes Nibelungen-lied, seinen erneuerten Hans Sachs, seine Erzählungen, Dichtun-gen, Fastnachtsspiele und Schwanke des Mittelalters), aber ein 658gewisses Mass muss doch darin gehalten werden. Wenn nunjemand, welcher nach dem die Wissenschaft wirklich Erweitern-den fragt, in den vielen bedruckten Blättern so gar wenig fürsich findet, so ist ihm die Klage wohl nicht zu verargen, dass,während in der deutschen Alterthumswissenschaft die nöthigstenArbeiten von allen Seiten drängen, er hier antrifft: Über-setzungen von englischen Büchern, von schottischen Balladen,Bücheranzeigen mit trockener Angabe des Inhalts (z. B. Th. I,S. 364366), Wiederabdruck aus ganz neuen oder leicht zu-gänglichen Büchern (z. B. aus der Sander'schen Übersetzungdänischer Balladen Th. II, S. 124, aus Lucas David PreussischerChronik, aus Thomas Platers Leben) und dergleichen. Wirkönnen nicht sagen, dass sich der zweite Band gebessert hätte;im Gegentheil, die Körner sind noch sparsamer gesäet, undgleich der ausführliche Inhalt des Trauerspiels Chriemhilden-rache sammt Proben daraus nehmen so ungebührlich vielRaum weg, dass ihn wahrscheinlich schon die Zeitung für dieelegante Welt dafür versagt hätte.

Der Plan geht auf Geschichte, Kunst und wie es heisst:Gelahrtheit des Mittelalters, ist also von dem grössten Umfang.In solchen Fällen pflegt sich bei der wirklichen Ausführungeine Beschränkung von selbst einzufinden, so ist denn auch dieGeschichte einstweilen bei Seite gesetzt, wenigstens ganzunbedeutend, was darüber vorkommt. Dagegen für die Kunstetwas zu thun, ist guter Wille sichtbar, aber hier, scheint esuns, liegt das Hindernis in den von den Denkmalen derselbenso sehr entblössten Gegenden des Nordostens; auch scheint unsdie Manier des Verfassers, die bloss eine jede Einzelheit mit-

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